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Hallennotstand trifft Sportvereine hart

Pattensen Hallennotstand trifft Sportvereine hart

Die Stadt Pattensen könnte alle Schulturnhallen mit Flüchtlingen belegen. Das würde die Sportvereine der Stadt in existentielle Nöte bringen. Denn Ausweichmöglichkeiten gibt es kaum, die Vereine fürchten, dass ihnen die Mitglieder davon laufen, wenn es keine Trainingsmöglichkeiten gibt.

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Der TSV Pattensen als größer Verein im Stadtgebiet nutzt Hallenzeiten in der KGS und in der Grundschule Pattensen.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Bei der jüngsten Arbeitstagung des Sportrings Pattensen, in dem die meisten Sportvereine im Stadtgebiet organisiert sind, war die Belegung der Schulturnhallen mit Flüchtlingen bereits Thema. Die Vereine hätten sehr offen auf das Thema reagiert, sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann, die an der Tagung teilgenommen hatte. "Wir müssen flexibel nach Alternativen suchen", sagte sie.

Vertreter des Sportrings waren am Dienstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der TSV Pattensen, der größte Verein im Stadtgebiet, wäre besonders betroffen: Die Mitglieder nutzen sowohl die Turnhallen der KGS als auch die der Grundschule Pattensen. "Von unseren 12 Sparten wären alle betroffen, außer die Schwimmer und die meisten Fußballer", sagte Helma Kalaus gestern. Die Schatzmeisterin des TSV hat an der Sportring-Arbeitstagung teilgenommen und sich über die Konsequenzen für den Verein Gedanken gemacht.

"Was uns besonders Sorgen macht, ist das Mutter-Kind-Turnen", sagte sie. Einerseits seien dabei beinahe 100 Kinder betroffen, denen eine Trainingshalle fehlt. Außerdem gewinne der Verein mit vielen der älter gewordenen Turnkinder den Nachwuchs für die anderen Sparten. "Das bricht dann weg." Ebenfalls auf Hallenzeiten angewiesen seien etwa die Sportarten Tischtennis, Trampolin, Volleyball "und die große Judosparte".

Kalaus ist niemand, der nur rumjammert. Sie hat schon darüber nachgedacht, die Gaststätten anzusprechen, ob sie ihre großen Säle für Sportarten wie Gymnastik zur Verfügung stellen könnten. Das könnte auch eine Lösung für andere Ortsteile sein. "Aber es wird schwierig, für alle etwas zu finden", ahnt sie. Schließlich müsse bei den Ausweichquartieren Licht da sein, Heizung und eventuell Platz zur Lagerung von Material. "So ein Trampolin oder eine Yogamatte können Sie sich  nicht mal so eben unter den Arm klemmen." Außerdem müssten die Versicherungsfragen geklärt werden. "Alle Sportvereine haben Verständnis für die Lage der Flüchtlinge", betont Kalaus. "Aber es bleibt doch keiner einem Verein treu, wenn er ein, zwei Jahre nicht richtig trainieren kann."

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