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Netzwerk fängt Flüchtlinge auf

Schulenburg Netzwerk fängt Flüchtlinge auf

Die Ehrenamtlichen vom Flüchtlingsnetzwerk in Schulenburg ziehen nach gut einem Jahr eine positive Bilanz. Ein knappes Dutzend Schulenburger im Alter von 17 bis über 70 sind aktiv dabei. Neben den Sprachunterricht, der das Herzstück bildet, hat sich eine bunte Palette von Aktivitäten entwickelt.

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Die Begegnung mit dem gar prächtig ausstaffierten Nikolaus bereitet vielen Kindern aus Flüchtlingsfamilien eine große Freude.

Quelle: Gudrun Hüper

Schulenburg. Immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr wird der Deutschunterricht im Dorfgemeinschaftshaus angeboten. Zu diesen Zeiten können sich auch neue Helfer melden, die das Netzwerk in Schulenburg unterstützen wollen. Außerdem werden mittwochs Termine vereinbart, Schreiben erklärt, Schulanmeldungen geschrieben oder Berufspraktika besprochen. Es gibt eine Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder und die Kinder, die keine Hausaufgabenhilfe brauchen, werden in einem separaten Raum betreut, damit die Eltern in Ruhe Deutsch lernen können.

"Der Mittwochnachmittag ist immer ein freundschaftliches Miteinander", sagt Rüdiger Sparberg vom Netzwerk. Einmal habe eine Flüchtlingsfamilie selbstgemachte Leckereien nach einem Rezept aus der Heimat mitgebracht, ein anderes Mal wurde in der Kinderbetreuung eine Schale Obstsalat zubereitet. Wie Sparberg berichtet, erleben die Ehrenamtlichen auch immer wieder ernst und traurige Momente. Etwa, wenn ein Flüchtling seine Schusswunde zeigt und erzählte, wie es dazu kam und er daraufhin seine Familie in Sicherheit bringen musste.

"Integration heißt auch, miteinander etwas zu unternehmen." Mal gehen Helfer und Flüchtlingen Erdbeeren pflücken, es gab einen Ausflug ins Wisentgehege und eine Weihnachtsfeier mit einem "echtem" Nikolaus.

Die Unterstützung für die Flüchtlinge würde nicht funktionieren, betont Sparberg, wenn es in Schulenburg nicht so viele Spender gäbe, die Fernseher, Fahrräder, Kleidung, Wäsche und Haushaltsgeräte abgeben. Aber das das Flüchtlingsnetzwerk in Schulenburg ist keine Einbahnstraße. Einige Flüchtlinge wollen ihre Dankbarkeit durch aktives Engagemen zeigen. So unterstützt ein Sportlehrer aus dem Irak das Kinderturnen, eine Kurdin begleitet Neuankömmlinge bei Arztbesuchen.

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