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Feuerwehr spricht über die schrecklichen Unfälle

Pattensen / Hemmingen Feuerwehr spricht über die schrecklichen Unfälle

Zwei tödliche Unfälle innerhalb von acht Stunden mit insgesamt vier Toten: Stadtbrandmeister Henning Brüggemann kann sich nicht erinnern, dass es einen solch schlimmen Tag bei der Pattenser Feuerwehr schon einmal gegeben hat. Sie arbeitet die schrecklichen Bilder jetzt auf.

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Blumen und Kerzen liegen an einem Baum an der Kreisstraße 226 zwischen Hiddestorf und Pattensen. Fünf junge Erwachsene waren am Sonntag mit ihrem Auto auf gerader Strecke vor den Baum geprallt. Drei von ihnen starben noch am Unfallort.

Quelle: Julian Stratenschulte

Pattensen / Hemmingen. Bei dem Unfall am Sonntagmorgen auf der Kreisstraße zwischen Pattensen und Hiddestorf kamen drei junge Menschen ums Leben und am Nachmittag ein Motorradfahrer auf der B3. Die beiden Einsätze haben die ehrenamtlichen Feuerwehrleute an ihre Grenzen gebracht, zumal am Sonntagvormittag bereits das Maibaumaufstellen in Pattensen im Terminkalender stand - schreckliche Unfälle und ein fröhliches Ereignis im kurzen Wechsel. Bei beiden Einsätzen eilten Mitglieder der Ortsfeuerwehr Pattensen herbei, auf der B3 war es zudem die Ortsfeuerwehr Hüpede. Letztere habe das Geschehen am Montag in ihren eigenen Reihen aufgearbeitet. Bei der Ortsfeuerwehr Pattensen werde noch über die Unfälle gesprochen.

„Wir Führungskräfte ermuntern die Feuerwehrmitglieder immer: Sprecht darüber!“, sagt Brüggemann. Möglich sei auch Notfallseelsorger einzubeziehen oder sich über die Feuerwehr-Unfallkasse von Psychologen helfen zu lassen - was auch für Polizei und Rettungsdienst möglich sei, die ebenso schlimmen Bildern ausgesetzt seien wie die Feuerwehr. Es gebe auch Helfer, die später nochmal an den Einsatzort fahren, um das Geschehene besser verarbeiten zu können. 

 „Stets werden bei solchen Einsätzen erfahrene Kräfte nach vorn geschickt, jüngere halten sich eher hinten auf“, erläutert Brüggemann. Bei dem Unfall auf der B3 habe sich die Feuerwehr auch um den fünfjährigen Sohn der Autofahrerin gekümmert, die den Unfall laut Polizei verursacht hat. Im Wagen befand sich zudem ein neues Familienmitglied: eine Katze.

Eine besondere Wertschätzung habe die Feuerwehr durch eine E-Mail aus Uslar erfahren. Brüggemann zufolge war der dortige Stadtbrandmeister zufällig einer der Ersthelfer auf der B3. Der Uslarer Jörg Jacob habe in dem Schreiben die professionelle Hilfe der Ehrenamtlichen aus Pattensen und Hüpede gelobt, die sich trotz vieler anderer Aufgaben auch intensiv um die Ersthelfer und andere Unfallzeugen gekümmert haben.

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