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Regenwasser: Erfassung schlägt hohe Wellen

Pattensen Regenwasser: Erfassung schlägt hohe Wellen

Die Flächenerfassung für Niederschlagswasser lässt Grundstückseigentümer in Pattensen ratlos zurück. Die Stadtverwaltung bietet an, bei einer Fristverlängerung flexibel zu sein.

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Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Die Stadt will die Gebühren für Niederschlagswasser (Regenwasser) für Grundstückseigentümer gerechter machen. Bisher werden pauschal pro angefangene 100 Quadratmeter bebaute Fläche 30,68 Euro berechnet. So zahlt jemand mit 101 bebauten Quadratmetern genau so viel wie jemand, der 170 oder gar 199 bebaute Quadratmeter besitzt. Das soll gerechter werden, indem künftig auf den Quadratmeter genau abgerechnet wird.

Dafür muss allerdings von allen Eigentümern die Fläche erfasst werden, die sie besitzen, sowie die Größe der überbauten oder befestigten Fläche. Außerdem muss erfasst werden, ob das Grundstück überhaupt an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen ist, oder ob das Niederschlagswasser auf dem Grundstück selbst versickert wird. Dann sind die Eigentümer nicht gebührenpflichtig. Die Schreiben an etwa 3.000 Eigentümer sind Anfang Juni verschickt worden, als Abgabefrist ist der 1. Juli fest gelegt. Seitdem gibt es viele Anfragen und Beschwerden.

Viele Betroffene sagen, der Erfassungsbogen sei zu kompliziert. Die meisten erklären, dass sie die Frist auf keinen Fall einhalten können. Günter Bötger, CDU-Ratsmitglied und Ortsbürgermeister für Pattensen-Mitte, nannte die Frist sogar "eine Frechheit". "Bald beginnt die Urlaubszeit", ergänzte er. Außerdem kritisierte er, dass die Ratsmitglieder nicht vorher über den Vorgang informiert wurden. "Es gab doch gar keine Beschluss." Außerdem fehlten Informationen, wie hoch die Gebühren künftig sein werden.

Wenn jemand gute Gründe für eine Fristverlängerung angeben könne, werde die Stadt diese gewähren, sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann. Ein Anruf oder eine E-Mail seien ausreichend. Sie habe als Bürgerin der Stadt Pattensen ebenfalls einen Erfassungsbogen erhalten. "Es ist sehr gut erklärt und ich kriege das hin - mit Hilfe von Google Earth", sagte sie. Ein Beschluss über die Flächenerfassung und die Gebühren sei noch nicht nötig. Der Rat habe der Verwaltung aber einen Prüfauftrag erteilt, um für mehr Gebührengerechtigkeit zu sorgen. Die Gebühren würden festgelegt, wenn die Erfassung aller Flächen abgeschlossen sei.

Dem Erhebungsbogen für die Flächenerfassung sind mehrere Seiten Ausfüllhilfen beigefügt. Außerdem stehen auf der Internetseite der Stadt die am häufigsten gestellten Fragen und die Antworten. Diese Unterlagen sind unter www.pattensen.de und den Punkten Rathaus+Politik, Rathaus, Steuern+Finanzen und Flächenerfassung zu finden.

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