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Ansturm auf die Kleiderkammer

Pattensen Ansturm auf die Kleiderkammer

Seit mehr als 20 Jahren betreibt die Arbeiterwohlfahrt die Kleiderkammer in Pattensen. Noch nie gab es einen derartigen Andrang bei der Ausgabe von Spenden, aber auch bei der Annahme von Kleidung haben die Ehrenamtlichen mehr zu tun denn je. Aktuell wird Winterkleidung für Erwachsene, Jugendliche und Kinder gesucht.

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Warmes für den Winter: Dieter Theuer aus Hüpede übergibt Elke Kooß mehrere Pullover, Schal und Mütze.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Dienstags von 9.30 bis 11.30 Uhr werden an der Hofstraße 8 gespendete Kleider angenommen, donnerstags zwischen 14.30 und 17.30 Uhr ist die Ausgabe. Am Ausgabetag ist die Schlange länger denn je, der Zuzug der Flüchtlinge macht sich auch in Pattensen bemerkbar. Doch es ist auch eine neue Welle der Solidarität und Spendenfreude zu spüren. Gestern zumindest geht es in den von der Arbeiterwohlfahrt genutzten Räumen zu wie in einem Taubenschlag. Volker Schober und seine Frau bringen mehrere Kisten mit Kinderkleidung. Dieter Theuer aus Hüpede gibt Leiterin Elke Kooß eine Tüte mit dicken Pullovern sowie Schal und Mütze in die Hand. Eine hochwillkommende Spende, denn aktuell werden Wintersachen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder gesucht.

"Die Sommersachen sollten die Leute ein paar Monate zu Hause lassen", sagt Jocelyne Dettmer, die seit vielen Jahren ehrenamtlich dabei ist. Schließlich sei die Lagerkapazität begrenzt. Wenig Freude machen auch schmutzige Sachen. Deshalb tragen die insgesamt fünf ehrenamtlichen Helferinnen beim Auspacken und Sortieren der Spenden auch zeitweise Gummihandschuhe. Zum Waschen haben die Helferinnen keine Zeit. Aber manchen Spendern fehlt das Verständnis dafür. "Wenn wir schmutzige Sachen zurückweisen, sind die Leute verärgert", berichtet Dettmer. Auch die Kleidung aus Opas Zeiten hat keine Chance, bekräftigt Kooß. "Das liegt da 30 Jahre auf dem Speicher und dann kommt es zu uns", wundert sie sich. "Bedürftige Menschen wollen sich auch modisch kleiden." Kopfschüttelnd zeigt Dettmer auf mehrere Paar Schuhe bei denen sich die Sohle gelöst hat. "Das kann doch keiner mehr tragen." 

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