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Auf der Jagd nach Jack The Ripper

Schulenburg Auf der Jagd nach Jack The Ripper

Ein Hörspiel rund um den Serienmörder Jack The Ripper könnte ein Stück voll düsterer Stimmung sein. Doch die Lauscherlounge wählt einen anderen Weg. Die Aufführung des Live-Hörspiels vor rund 900 Gästen am Freitagabend auf der Marienburg ist ein moderner Thriller, dem es auch an Humor nicht mangelt.

Schulenburg. Eine Schauspieltruppe aus Hamburg stimmt die Besucher des Live-Hörspiels auf den Abend ein. Schon auf dem Weg zur Burg werben im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts gekleidete Prostituierte um den Gast. „Ich bin billiger“, flüstert eine. Im Burghof angekommen, bläst ein ebenfalls altertümlich gekleideter Polizist in seine Trillerpfeife und verfolgt einen Mann. Zurück bleibt der leblose Körper einer Frau. Willkommen im Londoner East End im Jahre 1888, dem Revier von Jack The Ripper!

Dann gehen die Sprecher auf die Bühne. Eine Frau ruft: "Justus." Gemeint ist Oliver Rohrbeck, Geschäftsführer der Lauscherlounge und bekannt als Stimme von Justus Jonas aus der Reihe "Die drei ???". Die Lauscherlounge ist ein Hörspielverlag, der mit seinen Stücken bereits mehrfach auf der Marienburg zu Gast war. Dieses Jahr wird die Geschichte rund um den Serienmörder Jack The Ripper aufgeführt. 

Rohrbeck spielt einen Journalisten, der mit Inspektor Abberline auf die Jagd nach dem Mörder geht. Der Inspektor wird von Detlef Bierstedt gesprochen, der unter anderem George Clooney synchronisiert. Er ist kein Freund der Presse. „Selbst wenn man nichts sagt, schreibt die Journaille: Der Inspektor hat stumme Andeutungen gemacht“, sagt Abberline. Doch gerade durch diese Ablehnung entsteht eine Dynamik zwischen dem Ermittlerduo, die auch immer wieder für Lacher sorgt. 

Das Stück nimmt mehrere bekannte Details rund um den Fall auf, interpretiert sie teilweise aber neu. So werden unter anderem die beiden Briefe erwähnt, die Jack The Ripper damals an die Polizei geschrieben haben soll. Auch andere zeitgeschichtliche Ereignisse werden erwähnt. Die Figur von Rohrbeck ist sehr begeistert von dem Buch "Eine Studie in Scharlachrot". Dieser Sherlock-Holmes-Roman von Arthur Conan Doyle ist 1888 erstmals erschienen.  

In dem schön illuminierten Burghof entsteht so eine Geschichte, die bis zum Ende fesselt. Die düstere Story um den grausamen Mord an Prostituierten wird aufgefangen durch die humorvollen Dialoge des Ermittlerduos. So ergibt sich eine stimmige Balance, für die es am Ende des ausverkauften Hörspielabends den verdienten Applaus gibt. 

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