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Mietwohnungen sind Interessenten zu teuer

Pattensen-Mitte Mietwohnungen sind Interessenten zu teuer

Die Mietwohnungen im Nobis-Hof an der Koldinger Straße in Pattensen-Mitte sind bald fertig. Dort werden entgegen der ersten Pläne keine Flüchtlinge einziehen. In den sozialen Medien gibt es Kritik an überhöhten Mietforderungen. Die Stadt Pattensen erklärte, dass sie darauf keinen Einfluss habe.

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Die Wohnungen im sogenannten Nobis-Hof an der Koldinger Straße - wo früher Aldi, Takko und Fressnapf waren - sind fast fertig.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Auf der Fläche an der Koldinger Straße war einmal ein kleines Gewerbegebiet mit einem Aldi-Markt, dem Bekleidungsgeschäft Takko und dem Tierbedarf Fressnapf. In dem ehemaligen Aldi war nach langem Leerstand auch kurz ein Baumarkt, der von vielen Pattensern noch heute schmerzlich vermisst wird. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise entwickelte Eckhard Struß, Geschäftsführer des Hemminger Unternehmens Nobis-Living, den Plan, dort Gebäude mit Wohnungen für Flüchtlinge zu errichten. Für das Projekt wurden nach Angaben des Unternehmens insgesamt 7,5 Millionen Euro investiert.

Die Stadt Pattensen wollte die Wohnungen für Flüchtlinge anmieten, finanziert über die Region Hannover, die den Kommunen Flüchtlinge zuweist. Inzwischen sind alle im Stadtgebiet von Pattensen lebenden Flüchtlinge in anderen Wohnungen und Häusern untergebracht. Derzeit werden keine weiteren Flüchtlinge erwartet, sagt Fachbereichsleiter Jörg Laszinski - bis auch einzelne Personen, die aus anderen Orten zu ihren Familien ziehen.

Für die Zeit, wenn die ursprünglich erwarteten Flüchtlinge andere Wohnungen gefunden hätten, gab es die Nachnutzungsidee, die insgesamt 56 Wohnungen speziell für Senioren anzubieten. Die Wohnungen sind barrierefrei, und es gibt Fahrstuhlschächte, so daß auch in den ersten Stock Aufzüge fahren könnten. Welche Zielgruppe der Projektentwickler jetzt ansprechen will, ist nicht bekannt.

Der Projektentwickler selbst erklärte auf Anfrage, dass er keine Auskünfte erteilen könne, so lange der mit der Stadt geschlossene Mietvertrag über Flüchtlingsunterkünfte gültig sei. Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann bestätigte am Dienstag, dass dieser Vertrag noch besteht, aber aufgelöst werden soll. "Das ist in unserem Interesse und im Interesse des Investors, der viel Geld in die Hand genommen hat."

Dass die Stadt künftig als Vermieter auftrete, sei nicht geplant. Wie die Wohnungen belegt würden und welche Mieten verlangt werden, sei die Angelegenheit des Vermieters, betonte Schumann.

In den sozialen Medien gibt es Aussagen, dass für die etwa 45 Quadratmeter großen Wohnungen etwa 1.400 Euro Miete inklusive Nebenkosten verlangt werden sollen. Das hätten Mietinteressenten nach Gesprächen mit dem Projektentwickler berichtet. Diese Preise seien für Pattensen viel zu hoch, heißt es von Seiten der Kritiker.

Pattensens Fachbereichsleiter Jörg Laszinski verwies auf den Mietspiegel für die Stadt. Darin sei für um die 45 Quadratmeter große hochwertig ausgestattete Wohnungen in Neubauten eine Spanne zwischen 5,74 und 8,60 Euro pro Qudratmeter ausgewiesen. "Alles andere ist Sache des Vermieters", sagte Bürgermeisterin Schumann, "darauf hat die Stadt keinen Einfluss."

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