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Sprachlernklasse wird jetzt doch eingerichtet

Jeinsen Sprachlernklasse wird jetzt doch eingerichtet

In der Grundschule Jeinsen wird jetzt doch zum neuen Schulhalbjahr ab Februar eine Sprachlernklasse eingerichtet. Bürgermeisterin Ramona Schumann hat das Kultusministerium eingeschaltet. Dieses erlaubt nun, dass die Schüler mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren können.

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Ab Februar bekommt die Leinetalschule in Jeinsen eine Sprachlernklasse.

Quelle: Tobias Lehmann

Jeinsen. Noch am Donnerstag hatte sich die Bürgermeisterin über "praxisferne Vorschriften" der Landesschulbehörde geärgert. Sie setzte sich daraufhin mit dem Kultusministerium in Verbindung, das gleich am Freitag die Regelung bezüglich der Schülerbeförderung außer Kraft setzte. 

Die seit Monaten geplante Sprachlernklasse in Jeinsen drohte zu kippen, da die Landesbehörde eine Einzelbeförderung für die Flüchtlingskinder zur Bedingung machte, deren Kosten von rund 16.000 Euro die Stadt übernehmen sollte. Das wollte die Stadt aus finanziellen Gründen, aber auch aus dem Aspekt der Gleichbehandlung nicht. "Bisher war die Einzelbeförderung in Kleinbussen nur für Förderkinder vorgeschrieben. Sollte sie jetzt auch von Flüchtlingskindern in Anspruch genommen werden können, hätten im Grunde auch alle anderen Kinder das Recht darauf", sagt Stadtsprecherin Andrea Steding. 

In Jeinsen habe es gerade erst eine entsprechende Diskussion gegeben. Da dort die Ganztagsschule erst 2017 eingerichtet werden soll, fragten Eltern, ob ihre Kinder bis dahin auf Kosten der Stadt in den Hort in Pattensen-Mitte oder Schulenburg gebracht werden können. Auch das hatte die Stadt abgelehnt.

Die erste Sprachlernklasse im Stadtgebiet mit fünf Kindern aus Jeinsen und jeweils drei aus Pattensen-Mitte und Schulenburg wird jetzt wie geplant in knapp zwei Wochen eingerichtet. Die neun- bis zehnjährigen Kinder aus Pattensen-Mitte und Schulenburg werden zunächst entweder in Begleitung eines Elternteils oder eines Mitglieds des Netzwerks für Flüchtlinge in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule gebracht. Die Kosten der Tickets für die Begleiter übernimmt die Stadt, die Tickets für die Kinder zahlt die Region Hannover. "Ich bin dankbar und glücklich über das schnelle und lösungsorientierte Vermitteln des Kultusministeriums", sagt die Bürgermeisterin. 

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