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Unabhängige fordern Zuschuss für Friedhofsbetrieb

Pattensen Unabhängige fordern Zuschuss für Friedhofsbetrieb

Die Stadt Pattensen soll der St. Lucas-Kirchengemeinde 50.000 Euro geben als Zuschuss zum Straßenausbaubeitrag für den Domänengarten. Das beantragte jetzt die Ratsfraktion der Unabhängigen von UWG und UWJ. Die Straße Domänengarten wird ausgebaut, der Friedhof, der von der Kirchengemeinde betrieben wird, ist der größte Anlieger.

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Die Gebühren für die Begräbnisstätten auf dem Friedhof an der Jeinser Straße, an dem auch die Ehrenmale für die Gefallenen der beiden Weltkriege stehen (Bild), werden wohl zu Beginn des kommenden Jahres steigen.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Die Kirchengemeinde muss einen Kredit aufnehmen, um die insgesamt 170.000 Euro für den Ausbaubeitrag und die Zinsen zahlen zu können. Der Kirchenvorstand hat angekündigt, dass ab Januar die Gebühren für Bestattungen steigen müssen, weil der Friedhof wirtschaftlich betrieben werden muss. Der Rat hatte es abgelehnt, wegen der besonderen Situation den Ausbaubeitrag zu senken.

Dirk Meyer, Sprecher der Unabhängigen, wies darauf hin, dass es nicht zu den originären Aufgaben der Kirche gehöre, Friedhöfe zu betreiben. "Zu deren Trägerschaft sind nach dem Niedersächsischen Bestattungsgesetz die Gemeinden verpflichtet." Er wies auch darauf hin, dass die Kirche ihren Friedhof nur für Gemeindemitglieder vorhalten könnte, sie öffne ihn aber auch für andere Personen. "Die kirchlichen Friedhöfe in Pattensen werden seit Jahrzehnten ohne Zuschüsse oder Zuwendungen der Stadt Pattensen von den entsprechenden Kirchengemeinden betrieben", betonte Meyer. "Etwaige Defizite
werden von der örtlichen Kirchengemeinde durch Anpassung der Friedhofsgebühren ausgeglichen."

Meyer ergänzte, dass der Rat seit Jahren die erheblichen Defizite der städtischen Friedhöfe zur Kenntnis nehme. Diese Beträge zwischen 55.000 und 76.000 Euro jährlich müsse der Steuerzahler übernehmen. "Es liegt auch im Interesse der Allgemeinheit, dass der Friedhof in der Pattenser Kernstadt weiter betreiben werden kann." Deshalb sollte der Rat beschließen, die Strassenausbaubeiträge mit mindestens 50.000 Euro im Rahmen einer Zuwendung zu bezuschussen - "als Anerkennung der sonst für die Stadt kostenneutralen Trägerschaften von Friedhöfen durch die Kirchengemeinden".

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