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Bereichert? Werretal weist Vorwürfe zurück

Pattensen-Mitte Bereichert? Werretal weist Vorwürfe zurück

Die Unabhängigen von UWG und UWJ in Pattensen werfen Werretal vor, sich bereichert zu haben. Der Bauinvestor weist das zurück. Zwischen Werretal und der Stadt gibt es Streit wegen vermeintlicher Vermessungsfehler im dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord.

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Wer für den Hausbau im dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord noch keine Genehmigung hat, muss wegen der Streitigkeiten warten.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Dass alle Beteiligten an dem Verfahren "geschlampt" hätten, wie es hieß, weist Dirk Meyer als Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen "in aller Form und Deutlichkeit zurück". Wenn jetzt die Firma Werretal "zur Gewinnmaximierung" die Grundstücksgrenzen "eigenmächtig verschiebe", könne "man nicht von Schlamperei sprechen, sondern von Vorsatz", erklärt Meyer. "Nach Auffassung der Unabhängigen muss, wer vorsätzlich solche Dinge tut, auch für den entstandenen Schaden aufkommen." Die Straßen müssten in die Plangrenzen zurück verlegt, das Baugebiet neu vermessen, die Grundbücher korrigiert und eventuell "Teile von neu errichteten Häuser abgerissen" werden.

Um "keine unbeabsichtigten Härten aufkommen zu lassen" und "um so schnell wie möglich den Bauherren zu helfen", würden die Unabhängigen aber einer B-Plan Änderung, wie es Stadt und Region vorschlagen, zustimmen, betont Meyer. "Die andere Variante würde für die betroffenen Grundstückseigentümer einen Stillstand von mindestens einem Jahr bedeuten." Er geht aber davon aus, dass die Angelegenheit noch ein juristisches Nachspiel haben wird, "da durch das Agieren der Firma mehrere Rechtsverstöße begangen worden sind".

Werretal-Geschäftsführer Udo Helling widerspricht dem Vorwurf, dass sich die Firma durch die Änderung des B-Plans bereichert habe. Um die Vorwürfe zu entkräften, erläutert er im Detail einige der am heftigsten umstrittenen Punkte. Eine ausführliche Erläuterung sei bereits den Fraktionsvorsitzenden des Pattenser Rats zugegangen, betont Helling am Freitag.

So sei etwa die Straßentrasse der Lissabonner Straße um rund 5 Meter in den Süden verlegt worden. Ohne diese Änderung wäre der Verkauf von zwei Grundstücken, die erst so einen guten Zuschnitt erhalten haben, "nicht möglich gewesen". Dabei handele es sich um Grundstücke, die von der Stadt vermarktet wurden. Der bessere Zuschnitt sei auch der Grund für Veränderungen am Verlauf der Dubliner Straße, wo nun drei Grundstücke entstanden seien, die erst so mit je einem "normal großen Gebäude" bebaut werden könnten.

Ein Kritikpunkt der Stadt lautet, dass durch unabgesprochene Veränderungen am Grüngürtel am Arnumer Feldweg nun der Platz für den geplanten Kinderspielplatz fehlt. Laut Werretal ist der Spielplatz im Erschließungsvertrag, der zwischen beiden Parteien geschlossen wurde, gar nicht vorgesehen gewesen.

Durch "die geringfügige Anpassung" des gesamten Plans, so Helling, seien "in erster Linie Bauherren Nutznießer" und sowohl Werretal als auch die Stadt hätten daraus Vorteile. Im Übrigen habe er mit externen Fachleuten gesprochen und von denen die Einschätzung erhalten, dass eine Änderung des B-Plans nicht nötig sei.

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