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Vollsperrung gibt Geschäftsleuten den Rest

Pattensen-Mitte Vollsperrung gibt Geschäftsleuten den Rest

Seit Monaten haben die Einzelhändler und Gastronomen die Baustelle am Marktplatz in Pattensen vor der Tür. Die Vollsperrung der Dammstraße beschert ihnen jetzt einen zusätzlichen Einnahmenverlust.

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Wird von Kunden nicht gefunden: Die Floristin Ronja Bartram betreibt die "Altstadtblume".

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Der Marktplatz wird saniert und umgestaltet. Seit Anfang April und wohl für insgesamt drei Monate ist zudem die Dammstraße im Abschnitt zwischen Marien- und Hofstraße voll gesperrt. Dort werden Leitungs- und Kanalarbeiten erledigt. Modeladen, Geschenke- und Teeladen - alle haben geöffnet. Doch nach Auskunft der Einzelhändler würden viele Kunden nicht mehr kommen, weil sie keine Parkplätze in der Nähe finden. Und nicht jedem sei klar, dass er auch über einen kleinen Umweg durchaus noch die Geschäfte erreicht.

"Die sehen, es ist gesperrt und fahren weiter", hat Elke Hox beobachtet, die seit gut 35 Jahren in der "Bücherecke" arbeitet. Neben dem Umsatzverlust bedauert sie es persönlich, dass sie wegen Lärm und Staub auch bei Sonnenschein die Ladentür nicht offen stehen lassen kann.

Die Floristin Ronja Bartram hat sogar ein großes Banner mit dem Schriftzug "Altstadtblume geöffnet" vor die Absperrung gehängt, um auf ihren Betrieb hinzuweisen. "Gerade Auswärtige finden das Geschäft nicht mehr", berichtet Bartram. Die Laufkundschaft sei seit der Sperrung extrem zurückgegangen. Sie müsse am Ende des Tages mehr Blumen denn je wegwerfen. "Das ist verderbliche Ware", sagt Bartram, "aber ich brauche ja auch eine Auswahl, sonst sind die Kunden enttäuscht." Der Baulärm sei manchmal so groß, dass sie ihre Kunden am Telefon nicht mehr verstehen könne. "Und wenn ich die Blumen draußen gieße, trage ich einen Gehörschutz."

Die Geschäfte seien in der Zeit der Bauarbeiten "immer ruhiger geworden" sagt Klaus-Peter Hansen von "Fernseh-Hansen". "Jetzt ist es jeden Tag wie Sonntag" - es komme kaum noch ein Kunde. Seltsamer Weise seien auch die Kundenanrufe stark zurückgegangen, bei denen es um einen Serviceauftrag mit Hausbesuch geht. "Es ruft keiner an, das ist katastrophal." Er habe sich sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum auch anders vorgestellt, sagt der Fernsehtechniker. "Mir ist nicht nach feiern zumute.

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