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Marktplatz: Giftige Hecke löst Ängste aus

Pattensen Marktplatz: Giftige Hecke löst Ängste aus

Wenn es um die Neugestaltung des Marktplatzes von Pattensen geht, gibt es immer Ärger. Vor kurzem wurden Hecken gepflanzt - aus Eibe. Jetzt haben Eltern Angst, weil Rinde, Nadeln und Samen der Eibe giftig sind.

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Die neu gepflanzten Eibenhecken auf dem Marktplatz in Pattensen lösen bei Eltern Ängste aus.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Die Hecken wurden Anfang Mai gepflanzt. Sehr schnell brach ein Sturm der Entrüstung los. Die Stadtverwaltung erhielt zahlreiche "Gelbe Karten", also Beschwerden in Form von Karten, Briefen oder Online-Botschaften sowie Anrufe. Nach Auskunft des Ersten Stadtrats Axel Müller hat die Verwaltung die Pflanzarbeiten sogar kurzzeitig gestoppt. "Wir sind nochmal alle Protokolle durchgegangen", sagte Müller, "um zu sehen, ob es einen anderslautenden Beschluss gibt." Dem sei aber nicht so. Also wurden alle Hecken gepflanzt. Die haben inzwischen ihren Formschnitt erhalten.

Dass Eiben gepflanzt werden, sei im Ortsrat Pattensen-Mitte und in der Anliegerversammlung "sehr intensiv" besprochen worden, berichtet Müller. Auch damals habe es vereinzelt Bedenken gegeben, weil Kinder die attraktiven roten Beeren essen und sich daran vergiften könnten. Als Alternative sei Buchsbaum vorgeschlagen worden.

Die Landschaftsarchitektin, die den Platz geplant hat, habe bekräftigt, dass die Eibe am besten geeignet sei, berichtet Müller. Wenn Buchsbaum im öffentlichen Raum vielen Belastungen - wie etwa Auspuffgasen - ausgesetzt sei, sei die Pflanze sehr empfindlich für Pilzbefall. Wegen ihrer größeren Robustheit, werde die Eibe häufig im öffentlichen Raum eingesetzt, ergänzte Müller. "Zum Beispiel auf dem Opernplatz in Hannover."

Teile der Eibe sind giftig

Laut dem Online-Lexikon Wikipedia sind Eiben-Arten immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume. Weibliche Pflanzen tragen im Herbst rote „Früchte“, die in der Mitte einen einzelnen Samen enthalten. 

Die meisten Eibenarten, wie die Europäische Eibe (Taxus baccata), enthalten sehr giftige Inhaltsstoffe wie Taxin B. Giftig sind Rinde, Nadeln und Samen. Der rote Samenmantel enthält jedoch keine Giftstoffe. Die Samen werden hauptsächlich von Vögeln verbreitet, die den fleischigen Samenmantel verzehren und den Samen später wieder vollständig ausscheiden. Fälle von tödlichen Vergiftungen durch Eiben sind von Menschen, Rindern und Pferden bekannt.

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Die roten Früchte der Eibe  sehen für Kinder eigentlich ganz lecker aus, können aber zu Vergiftungen führen.

Quelle: Andrea Warnecke
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