Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Vereine haben Interesse am Spritzenhaus

Pattensen-Mitte Vereine haben Interesse am Spritzenhaus

Anfang des Monats wollte die Stadt Pattensen das alte Spitzenhaus an der Marienstraße noch verkaufen. Es gebe Interessenten, hieß es. Dann der plötzliche Umschwung: Die Stadtverwaltung zog die bereits gefertigte Drucksache zurück. Inzwischen werden Unterschriften zum Erhalt des Hauses gesammelt.

Voriger Artikel
Anwohner gehen dreimal gegen wilden Müll vor
Nächster Artikel
Museumsverein und KGS vereinbaren Kooperation

Mehrere Vereine wollen das alte Spritzenhaus an der Marienstraße in der Altstadt von Pattensen nutzen.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen-Mitte. Zusätzlich zu einigen gewerblichen Interessenten, haben sich nach Angaben der Stadt inzwischen drei Vereine gemeldet, die das Spitzenhaus mieten oder kaufen wollen. Deshalb habe die Stadtverwaltung beschlossen, dass die Zukunft des Spritzenhauses auch unter einem anderen Gesichtspunkt als dem bloßen Verkauf betrachtet werden sollte. Was mit dem Gebäude passiert, soll deshalb der Rat entscheiden, sagte am Montag Stadtsprecherin Andreas Steding.

Wer die Vereine sind und was sie mit dem um 1920 erbauten Gebäude vorhaben, will die Stadt nicht sagen. Einer der Vereine hat sein Interessen aber selbst öffentlich gemacht: der Förderverein "Stadtmuseum Pattensen". Der Verein sammelt inzwischen Unterschriften gegen den Verkauf. Die Listen liegen in der Heimatstube, Steinstraße 9, aus und bei Kunst und Genuss im Wietersschen Haus, Steinstraße 8.

Hermann Schuhrk, Vorstandssprecher des Fördervereins Stadtmuseum, hat an den Ortsbürgermeister von Pattensen, Günter Bötger, den Ortsrat, Bürgermeisterin Ramona Schumann, Ratsvorsitzende Julia Recke sowie die Fraktionsvorsitzenden des Pattenser Rat geschrieben.

Der Förderverein darf das Haus seit gut 14 Jahren unentgeltlich nutzen. Seit die Ehrenamtlichen die bisherigen Arbeits- und Sammlungsräume über der Turnhalle der Grundschule räumen mussten, sei das Spritzenhaus ein "letztes Refugium für die Zeugnisse der jüngeren Kommunal-Geschichte der Stadt", schreibt Schuhrk.

Schuhrk zählt auf, was die Folgen des Verkaufs wären: "Mit dem Wegfall unserer dortigem Arbeits- und Sammlungsräume (die von uns gemieteten Räume in der Steinstraße 9 können dafür kein Ersatz sein) kann das satzungsgemäße Ziel des Vereins nicht mehr gewährleistet sein, Auflösung des Vereins wäre die Folge, und damit entfiele auch die finanzielle Grundlage für die Anmietung der Räume in der Heimatstube Steinstraße 9, die außer den Mitgliedsbeiträgen keine Einnahmen hat.

Das heißt vereinfacht: Kein Spritzenhaus, keine Heimatstube mehr. Und damit müssten Veranstaltungen wie Schulklassen-Besuche, Lesungen, Zusammenkünfte des Pattenser literarischen Zirkels entfallen, auch die wöchentlichen Informations-Nachmittage für Bürger, die sich für die Historie ihrer Stadt interessieren oder Gäste unserer Stadt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die umfangreiche Dokumentation zur Pattenser Gechichte, die derzeit in der Heimatstube lagert, ginge möglicherweise verloren. Auch das Fortbestehen der Stedtischen Scharwache, die Raum für ihre Schilderhäuser, für Hellebarden und Uniformen benötigt, wäre in Frage gestellt."

Der Förderverein will sich jetzt bemühen, für das Projekt Spritzenhaus eine öffentliche Förderung vom Wissenschaftsministerium zu erhalten. Auf Nachfrage teilte Schuhrk mit, dass er sich bei der künftigen Nutzung des Spritzenhauses auch eine Kooperation mit anderen Vereinen vorstellen könnte. Die Ehrenamtlichen seien meistens nur einmal die Woche in der Werkstatt, um Sammlerstücke wie eine alte Kutsche aufzuarbeiten. "Wir sind nur mittwochs da, da wäre also noch Luft", sagte Schuhrk.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x8nh6l7uypug0v3he
Elf Jubilare feiern die Goldene Konfirmation

Fotostrecke Pattensen: Elf Jubilare feiern die Goldene Konfirmation

Pattensen