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Flüchtlingsnetzwerk ist fest geknüpft

Pattensen Flüchtlingsnetzwerk ist fest geknüpft

Ein Jahr nach der Gründung des Flüchtlingsnetzwerks Pattensen ziehen Stadt und Ehrenamtliche eine positive Bilanz. "Das Netzwerk lebt und es entwickelt sich", sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann beim Pressegespräch am Mittwochabend.

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Knüpfen am Flüchtlingsnetzwerk für Pattensen mit: Peter Winter (von links), Ramona Schumann, Andrea Eibs-Lüpcke und Jörg Laszinski.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Schumann erinnerte daran, wie das Netzwerk unter Anwesenheit von Doris Schröder-Köpf, der Landesbeauftragten für Migration, in der Grundschule Pattensen gegründet wurde. "Es war schön, dass damals schon so viele gekommen waren, die mitmachen wollten", sagte sie. Inzwischen seien 14 Arbeitsgruppen (AG) entstanden - etwa für Deutschunterricht, Freizeitangebote oder die Fahrradwerkstatt.

Etwa 100 bis 120 Ehrenamtliche engagieren sich im gesamten Stadtgebiet regelmäßig für Flüchtlinge. Weil bei so einer großen Zahl die Kommunikation schwierig wird, haben die AGs aus ihren Reihen jeweils einen Sprecher gewählt. Diese treffen sich in der Lenkungsgruppe, deren Sprecher Andrea Eibs-Lüpcke und Peter Winter sind.

"Wir sind ganz bewusst Netzwerk geblieben und sind kein Verein geworden", erläuterte Winter. So hat jeder die Möglichkeit, so viel mitzuarbeiten, wie er kann und will. "Man muss sich nicht entschuldigen, wenn man mal nicht kann", betonte er. "Wir sind viel gefragt worden: Wie macht ihr das in Pattensen?", sagte Eibs-Lüpcke. Inzwischen gebe es eine Reihe von Kommunen in Niedersachsen, wo Netzwerke nach dem Pattenser Modell aufgebaut werden.

Die Lenkungsgruppe hat regelmäßige Treffen mit Schumann oder Fachbereichsleiter Jörg Laszinski von der Stadt, um Pläne und Details zu besprechen. "Man kennt sich", sagte Winter, "vieles geht auf dem kurzen Dienstweg." Eibs-Lüpcke ist es wichtig, dass die Ehrenamtlichen nicht allein gelassen werden. Deshalb freut sie sich, dass Ende April ein mit Spenden finanzierter Workshop stattfindet. Dabei können die ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer unter Leitung der Evangelischen Erwachsenenbildung unterschiedliche Themen bearbeiten. Dazu gehört Konflikttraining oder Hilfen, mit Druck und Erwartungen umzugehen oder die richtige Mischung aus Nähe und Distanz zu finden.

In mehreren Ortsteilen geben Ehrenamtliche Deutschunterricht. Inzwischen ist es auch gelungen, Deutschkurse der Volkshochschule und der Ländlichen Erwachsenenbildung in Pattensen zu organsieren. "Der wichtigste Schritt ist der Spracherwerb", sagte Schumann. "Alle wollen arbeiten, einige auch studieren", bestätigte Winter. Einige Betriebe, mit denen er gesprochen hat, würden Flüchtlinge als Auszubildende oder Angestellte nehmen, "wenn sie Deutsch könnten".

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