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Landwirt will Putenmastställe bauen

Pattensen Landwirt will Putenmastställe bauen

Ein Landwirt aus Pattensen will in der Pattenser Feldmark bei der Bundesstraße 3 zwei Putenmastställe errichten lassen. Das teilte die Bürgerinitiative (BI) gegen Massentierhaltung jetzt mit. Von Stadt und Region wurde bestätigt, dass ein Bauantrag vorliegt. Die BI will die Öffentlichkeit über die Pläne informieren.

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Am Ende des verlängerten Piester Wegs zwischen den Feldern an der Bundesstraße 3 sollen die Putenmastställe gebaut werden.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Nach Auskunft von Wighard Dreesmann, soll die Anlage in der Verlängerung des Piester Wegs zwischen den Äckern bei der B3 gebaut werden. In den jeweils 130 Meter langen Ställen sollen insgesamt 13.550 Tiere gehalten werden. Da die Zahl unter 15.000 Tieren bleibe, handele es sich um ein normales Bauvorhaben, sagte Dreesmann. Die strengeren Vorschriften nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSch) müssen erst ab einer Zahl von 15.000 Tieren angewandt werden. "Wir müssen das zur Kenntnis nehmen, wir können selbst keinen Einfluss nehmen", sagte er. Die BI werde aber in dem nächsten Newsletter "Wendepunkt" über das Vorhaben informieren. Er selbst habe die Befürchtung, dass die Anlage - wenn sie denn genehmigt wird - spätestens in zwei Jahren erweitert werde.

Die BI war 2010 von Anwohnern der Straßen Am Moritzberg, Braunschweiger Straße und Jeinser Straße gegründet worden. Damals war am gleichen Standort der Bau eines Putenmaststalls mit bis zu 40.000 Tieren geplant. Ein Bauantrag wurde aber niemals gestellt. Die Gegner des Vorhabens wiesen unter anderem auf die höhere Verkehrsbelastung hin und die möglichen Gesundheitsgefahren, die von der Massentierhaltung ausgehen können.

Regionssprecherin Christina Kreutz bestätigte am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung im wesentlichen die Aussagen der BI zu den aktuellen Plänen. Der Abstand der Ställe liege rund 680 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt. Beantragt seien auch der Bau einer Strohlagerhalle und von vier Futtermittelsilos. Die Region als Bauaufsichtsbehörde habe von dem Antragsteller weitere Unterlagen angefordert, sagte Kreutz. Diese würden geprüft und die Stadt Pattensen werde an dem Verfahren beteiligt. Der Stadtverwaltung sei bekannt, dass der Bauantrag gestellt wurde, sagte Stadtsprecherin Andrea Steding am Freitag. Bürgermeisterin Ramona Schumann habe auf die Nachricht mit diesen Worten reagiert: "Begeistert sind wir natürlich nicht." Der Bürgermeisterin sei bewusst, dass ein solcher Betrieb für Bedenken und Diskussionen sorge, sagte Steding.

Der Landwirt wollte am Freitag gegenüber dieser Zeitung keine Stellung nehmen. Er wies darauf hin, dass es sich um ein Verfahren ohne Beteiligung der Öffentlichkeit handele.

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