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Gäste sorgen für bewegende Momente

Pattensen Gäste sorgen für bewegende Momente

Ein Neubürger aus Syrien und ein Gast aus Frankreich rührten mit ihren Worten die Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt Pattensen. Die Reden von Hassan Alaswad und von Jean-Marie Masson wurden zu emotionalen Höhepunkten.

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Hassan Alaswad (Mitte) aus Syrien drückt Bürgermeisterin Ramona Schumann seinen Dank aus - Landsmann Khalil Chammas übersetzt.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Generell war jeder zu dem Empfang willkommen, aber die Stadt hatte auch namentlich eine Reihe von Flüchtlingen eingeladen. Darunter auch den syrischen Anwalt Hassan Alaswad, der mit seiner Familie in Jeinsen lebt. Seine Worte, die er auf arabisch sprach, wurden von Khalil Chammas übersetzt, der vor vielen Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen ist und in Pattensen lebt.  "Meine Familie will in Frieden leben und sich eine neue Zukunft aufbauen", sagte Aslawad. Er dankte im Namen seiner Familie "dem deutschen Volk und den ehrenamtlichen Mitarbeitern". Er wünsche sich eine schnelle Integration, "damit ich meine Kenntnisse weitergeben kann." Er fügte hinzu: "Und ich bin auch bereit, neue Kenntnisse aufzunehmen."

Aus Pattensens französischer Partnerstadt St. Aubin waren Bürgermeister Jean-Marie Masson, seine Stellvertreterin Karine Bendjebara-Blais und der stellvertretende Bürgermeister Joel Roguez angereist. Masson hielt ein mitreißendes Plädoyer für Gedankenfreiheit und Zuversicht. Er erinnerte an die "schändlichen" Attentate im Januar und November 2015 in Frankreich und an "die Werte jeder echten Demokratie": die Freizeit zu denken, zu lachen, Karikaturen zu zeichnen und "mit Freunden in einem Straßencafé zu sitzen".

Masson dankte für die Zeichen von Solidarität weltweit - auch die aus Pattensen. "Keine Religion ruft zum Mord auf", sagte er. Bildung und Kultur seien Wege, um die Werte der Demokratie zu verteidigen. Man könne ihn als Idealist belächeln, meinte Masson. "Aber ich möchte weiter an die Solidarität der Männer und Frauen glauben." Damit möglichst viele Gäste den Worten der Redner lauschen konnten, hatte die Stadt Übersetzungen in arabisch, französisch und deutsch anfertigen lassen.

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