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56 Wohnungen für Flüchtlinge entstehen

Pattensen-Mitte 56 Wohnungen für Flüchtlinge entstehen

Ein Projektentwickler baut 56 Sozialwohnungen in Pattensen, in die zunächst Flüchtlinge ziehen. Standort sind die ehemals vom Baumarkt sowie von Aldi, Takko und Fressnapf genutzen Gebäude an der Koldinger Straße. Gebaut werden soll ab sofort - erste Arbeiten haben schon begonnen.

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Der ehemalige Takko-Standort (rechts) an der Koldinger Straße wird in Wohnungen umgewandelt.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die Stadtverwaltung und der Projektentwickler, Diplom-Bauingenieur Eckhard Struß aus Hemmingen, stellten am Montagabend die Pläne den Ratsmitgliedern und der Presse vor. Es handele sich um eine Gesamtinvestition von 7,5 Millionen Euro, sagte Struß. Darin seien der Kauf des 6.500 Quaratmeter großen Geländes samt Gebäuden und der Umbau enthalten.

Gebaut werden soll ab sofort - erste Arbeiten haben schon begonnen. Geplant sind zwei Bauabschnitte. Zunächst wird das ehemalige Takko-Gebäude komplett abgetragen. Auf dem gleichen Grundriss wird ein zweistöckiges Gebäude mit 36 Wohnungen erbaut, die zwischen 45 und 50 Quadratmeter groß sind. Die ersten Bewohner - Flüchtlingsfamilien oder Einzelpersonen in Wohngemeinschafen - sollen Ende August einziehen. Im Frühjahr/ Sommer 2017 wird das Gebäude, wo zuletzt der Baumarkt war, ebenso umgewandelt - in 20 Wohnungen.

Die Bauweise beschrieb Struß als massiv. Damit es schneller geht, werden Fertigteile eingesetzt, die überwiegend aus Blähton bestehen. Geheizt wird mit Photovoltaik und Wärmepumpen. Da die Energiebilanz so gut sei, könnten Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) genutzt werden, erläuterte Struß.

Überall werden Fahrzeugschächte eingebaut. Die Aufzüge selbst folgen in der zweiten Ausbaustufe - etwa in 10 Jahren: Wenn sie nicht mehr zur Unterbringung von Flüchtlingen benötigt werden, werden alle Wohnungen renoviert und mit Aufzügen ausgestattet. Dann können sie als barrierefreier Wohnraum etwa von Senioren mit geringer Rente und Wohnberechtigungsschein (B-Schein) gemietet werden.

Die Stadt könne wegen dieses Projekts auf die Belegung von Turnhallen mit Flüchtlingen verzichten, sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann. "Die Stadt investiert hier nicht", ergänzte sie. Die Stadt werde die Wohnungen für Flüchtlingen anmieten und die Miete mit der Region abrechnen. Durch das Engagement von Struß könne die Stadt ihre Planung für sozialen Wohnungsbau vorziehen.

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