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Radfahrer genießen den Leineauen-Weg

Pattensen / Koldingen / Grasdorf Radfahrer genießen den Leineauen-Weg

Rund 20 Radfahrer und ebenso viele Wanderer haben sich jetzt – wahlweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad – gemeinsam mit dem Wegeteam im Stadtmarketing Pattensen auf den Leineauen-Weg begeben. Autor Ralf Schunk berichtet von der Tour.

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Als Radfahrer auf dem Leineauen-Weg unterwegs: 20 Radler starten gemeinsam.

Quelle: Ralf Schunk

Pattensen / Koldingen / Grasdorf. Lang geschnackt wird nicht: Routiniert scharen Herbert Mohr und Herbert Meyer die Wanderer um sich und auf geht‘s mitten hinein in die prächtige Natur, die hier am Stadtrand Pattensens nur einen Katzensprung entfernt ist. Ich selbst schließe mich den Radlern und damit Günter Gutknecht und Helmut Krause an. Auch sie halten sich nicht lange mit Vorreden auf; die vor uns liegenden rund 25 Kilometer wollen noch im Laufe des Vormittags bewältigt sein.

Hektisch allerdings geht es keineswegs zu. In gemütlichem Tempo wird die erste Etappe angegangen. Gutknecht und Krause achten darauf, dass die Gruppe nicht zu weit auseinandergezogen wird und auch die älteren Teilnehmer ohne Probleme mithalten können. Gut so, denn schließlich will das, was man da links und rechts des Weges zu sehen bekommt, auch mit allen Sinnen genossen werden.

Nach einer „ersten Bergwertung" (Gutknecht) zur Überwindung der auf die Eiszeit zurückgehenden Leineterrassen ist Koldingen erreicht, das einst die Grenze zwischen den Territorien der Bischöfe von Hildesheim und denen der Welfen markierte und dessen historische Bedeutung sich am gleichnamigen Gut und dem auf das 16. Jahrhundert zurückgehenden Amtshaus ablesen lässt.

Der modernen Plage Koldingens, der mitten durch den Ort führenden Bundesstraße 443, können auch wir uns nicht gänzlich entziehen. Zum Glück begleiten wir die Vielbefahrene nur ein kurzes Stück, bevor wir uns wieder in die Büsche schlagen können. Das Dröhnen der Motoren weicht beinahe schlagartig zurück, munteres Vogelgezwitscher begleitet uns auf unserem Weg zu den wunderschön gelegenen Koldinger Seen. Für einen kurzen Stopp drängt sich einer der Aussichtstürme in Ufernähe auf, von denen aus man die sich zwischen Koldingen und Gleidingen erstreckende prächtige Idylle auf sich wirken lassen kann.

Bei unserem nächsten Stopp bietet sich uns – einige wenige Meter in den Auwald hinein – ein wahrhaft imposanter Anblick: eine rund 350 Jahre alte Eiche reckt ihre gewaltigen Äste in den Himmel. Die Stileiche (Quercus robur) ist als Naturdenkmal klassifiziert, um ihren mächtigen Stamm umfassen zu können, müssen wir knapp ein Drittel unserer „Belegschaft" aufbieten.

Kurz darauf steuern wir Grasdorf an, wo wir beim Naturschutzzentrum Alte Feuerwache des Nabu in die Leinemasch abbiegen. Ein kurzes Stück noch – rechter Hand grüßt ein Storchenpaar – dann ist Reden erreicht. Zurück im Fuchsbachtal schließt sich der Kreis. Einige Radler verabschieden sich, andere nehmen die Gelegenheit wahr, Gutknecht und Krause zu Werner Könnecke zu begleiten. Der ist Imker und hat auf seinem wunderschön gelegenen Grundstück 17 Bienenvölker versammelt. Und er erzählt gern: von der Bienenzucht, von seinen Produkten, von zahlreichen Begebenheiten im täglichen Umgang mit dem kleinsten Nutztier der Erde… Blauer Himmel, frisches Grün, ein nettes Gespräch, dazu das Gesumme der Bienen – so findet meine Radtour ein nahezu perfektes Ende.

Das Pattenser Wegeteam hat sieben Wander- und Radwege in und um Pattensen ausgearbeitet und gekennzeichnet. Mehr Infos gibt es unter www.pattensen.de im Internet.

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Fotostrecke Pattensen: Radfahrer genießen den Leineauen-Weg

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Von Ralf Schunk

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