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Einzelhändler fühlen sich unerwünscht

Pattensen Einzelhändler fühlen sich unerwünscht

Mit Frust und Unverständnis reagieren die Kaufleute in Pattensens Innenstadt auf die aus ihrer Sicht fehlende Unterstützung der Stadt. Sie fordern eine weitere Prüfung möglicher Standorte für den Wochenmarkt und eine transparente Informationspolitik.

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Die Kaufleute in Pattensens Innenstadt fordern mehr Unterstützung von der Stadt. Lehmann

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen-Mitte. "Wenn die Stadt uns hier nicht haben will, soll sie uns die Gewerbescheine entziehen. Das wäre ein klarer Schnitt und wir könnten uns neu orientieren." Das sagt Kirsten Leifheit, die ein Kosmetikinstitut in der Stadt betreibt. Zahlreiche Einzelhändler sind frustriert über die Politik der Stadt. Dass der Wochenmarkt jetzt an den Stadtrand verlegt wurde, sei dabei nur ein weiterer Aspekt unter vielen. Dieser allerdings sei jetzt konkret existenzbedrohend. "Für uns geht es um das berufliche Überleben", sagt Leifheit.

Wegen der Sanierung des Marktplatzes ist der Wochenmarkt seit der vergangenen Woche bis vermutlich Mitte nächsten Jahres am Calenberg Center. Die Verwaltung hat mehrere Standorte in der Innenstadt geprüft, die aus unterschiedlichen Gründen nicht geeignet sind.

"Der Tag des Wochenmarkts war der beste für uns. Für uns zählt jeder Kunde und ich weiß nicht, wie wir das jetzt überstehen sollen", sagt Heidemarie Lindner, die ein Teegeschäft betreibt. Wolfgang Roth, dem ein Modegeschäft gehört, kritisiert zudem, dass der Markt zu früh umgezogen ist. "Die Bauarbeiten am Marktplatz haben noch gar nicht begonnen", sagt er.

Alle Kaufleute bemängeln, dass kaum Kontakt zur Verwaltung besteht. "Die Bürgermeisterin kennt kaum jemand von uns persönlich", sagt einer. Auch Leifheit sagt: "Wir haben nicht das Gefühl, dass die Verwaltung auch nur versucht, uns zu unterstützen. Das ist frustrierend."

Lars Thiele, der ein Café leitet, formuliert schließlich die Wünsche der Einzelhändler: "Die Verwaltung sollte noch einmal konkret mögliche Standorte für den Markt prüfen und uns die Ergebnisse mitteilen. Generell wäre eine transparente Politik über den zeitlichen Ablauf der Sanierung wünschenswert." Klaus-Peter Hansen, Inhaber eines Elektronikladens, fügt hinzu: "Wir wollen nicht länger von der Verwaltung übergangen werden."

Unterstützung bekommen die Händler von Ortsbürgermeister Günter Bötger (CDU). "Ich bin erbost darüber, dass die die Verwaltung niemanden in die Suche nach alternativen Standorten einbezogen hat", sagt er. Bötger schließt sich der Forderung an, dass weitere Standorte geprüft werden sollen.

Von Tobias Lehmann

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