Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Eltern krempeln die Ärmel hoch

Pattensen Eltern krempeln die Ärmel hoch

Mehr als 30 Eltern und Mitarbeiter der Krippe im Mehrgenerationenhaus Mobile haben am Freitag und Sonnabend den Außenbereich hinter dem Gebäude neu gestaltet - und zwar in Eigenregie und mit viel Muskelkraft.

Voriger Artikel
Autofahrer auf B3 geschnitten
Nächster Artikel
62-Jähriger stirbt nach Autounfall

Christoph Lechler (vorne), sowie Christian (links) und Marten Behrens setzen die Sandsteinmauer, die später die Sandkiste begrenzt.

Quelle: Daniel Junker

Pattensen. Unter Anleitung des Landschaftsplaners Jürgen Basedow-Clark, der in Absprache mit der Geschäftsführung auch die Gestaltung des Geländes geplant hatte, setzten die Helfer bei ihrem freiwilligen Arbeitseinsatz unter anderem die Pflastersteine für einen Rundweg ein. Peter Pechtold sägte die Pflastersteine fachmännisch in die richtige Größe. Einige Meter weiter setzten mehrere Helfer in gemeinsamer Arbeit eine Sandsteinmauer, die später den Sandspielbereich umgrenzen wird. Auch Pfosten für ein Sonnensegel setzten die Helfer ein. Zuvor wurde unter dem Gelände eine Wasserleitung zum hinteren Bereich des Gartens verlegt.

Mit dem Arbeitseinsatz setzten die Eltern und Krippenmitarbeiter die bereits im Mai begonnene Umgestaltung des Außengeländes fort. „Die Landjugend hatte damals im Rahmen einer 72-Stunden-Aktion den ersten Bauabschnitt erledigt“, sagte Mobile-Vorsitzende Annette Köppel.

Notwendig geworden war der Arbeitseinsatz, weil die Krippe auf zwei Gruppen mit je 15 Kindern erweitert wurde. Dies bedingte auch eine Vergrößerung des Außengeländes auf jetzt knapp 400 Quadratmeter. „Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass für jedes Kind zwölf Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen müssen“, sagte Köppel. Die Stadt Pattensen habe zwar einen Zaun gesetzt und den Rasen gesät, mehr aber nicht finanzieren können. „Mehr Geld war nicht da.“

Bei einem Neubau wäre das anders gewesen: „Da wird die entsprechende Gestaltung gleich mit eingeplant. Bei uns ist es aber leider nur eine Umgestaltung“, sagt Köppel. Die Eltern, die in der Gruppe aktiv sind, hätten sich durchaus mehr Förderung von der Stadt gewünscht. „Das ganze Geld, das die Stadt in die Krippe in der Pariser Allee steckt, fehlt hier bei uns“, kritisierte Peter Pechthold, Vater eines bei Mobile betreuten Kindes.

Um das Gelände für die Kinder trotzdem ansprechender zu gestalten, packten deshalb nun die Eltern mit an. „Wir haben Anfang des Jahres einen Workshop gemacht, wie wir das Gelände gestalten können“, sagte Köppel. „Wir haben auch die Wünsche der Mitarbeiter mit einbezogen.“ Bei der Umsetzung achteten die Beteiligten freilich auch auf das Konzept der Krippe - die naturnahe Spielerfahrung.

von Daniel Junker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Pattensen
doc6sna48gkuzcp0mb5dfd
Obstbaumreihe bereichert Koldinger Feldmark

Fotostrecke Pattensen: Obstbaumreihe bereichert Koldinger Feldmark