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Erster Kulturen-Treffpunkt ist voller Erfolg

Pattensen-Mitte Erster Kulturen-Treffpunkt ist voller Erfolg

Die evangelische Kirchengemeinde St. Lucas hat am Sonntag erstmals einen sogenannten Treffpunkt der Kulturen veranstaltet. Das Treffen, bei dem Pattenser Bürger ungezwungen mit Flüchtlingen ins Gespräch kommen können, war ein voller Erfolg.

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Lena Iwohn kommt mit Jarad sehr schnell ins Gespräch.

Quelle: Daniel Junker

Pattensen-Mitte. 60 Stühle hatten die Helfer in der Hoffnung auf viele Besucher im Gemeindehaus von St. Lucas aufgestellt. Nach einer Stunde stellte sich heraus, dass diese Hoffnungen noch übertroffen werden sollten - die Helfer mussten zwischenzeitlich sogar noch einige Stühle zusätzlich in den Saal bringen. Viele Pattenser und Flüchtlinge nutzen die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen näher kennen zu lernen.

"Es gab kaum Berührungsängste, es sind schnell Gespräche entstanden", freut sich Dagmar Pflume, die sich sowohl in der Kirchengemeinde als auch im Netzwerk für Flüchtlinge engagiert. Wer später dazu kam, merkte bereits am Geräuschpegel schnell, dass es an Gesprächthemen nicht mangelte. "Es herrscht eine muntere Atmosphäre", freute sich auch Pastorin Carola Timpe über den Zuspruch.

Vom großen Erfolg des ersten Treffens waren sowohl Pflume als auch Timpe überwältigt. "Wir wussten ja selbst nicht, wie viele Leute kommen würden", sagte Timpe. "Die gute Resonanz macht Mut, weiter zu denken", ergänzte Pflume.  Bislang sind zwei weitere Treffen dieser Art geplant. Schon jetzt können sich die Helfer der Gemeinde vorstellen, weitere Termine ins Leben zu rufen.

"Ich bin aus Neugier und Interesse hierher gekommen und finde das Treffen super", sagte Besucherin Lena Iwohn. "Ich hatte erst ein bisschen Angst, dass es schlecht besucht sein könnte. Aber es sind richtig viele Leute hier."  

Um die Atmosphäre aufzulockern und die Besucher weiterhin miteinander ins Gespräch zu bringen, hatten die Helfer große Landkarten organisiert, auf denen die Flüchtlinge ihre Herkunftsländer markieren konnten. Auf großen Papierbögen notierten die Anwesenden zudem Begrüßungsformeln in unterschiedlichen Sprachen.

"Ich finde die Idee sehr gut, dass wir uns hier mit Bürgern aus Pattensen treffen können", waren sich Jamal und Hagova Ausi einig. Die Sprachbarriere konnten sie mit Händen und Füßen überwinden. Noch einfacher machten es ihnen die Kinder: Viele geflüchtete Jungen und Mädchen sprechen schon so gut deutsch, dass sie für die Erwachsenen übersetzen konnten.  

"Ich freue mich insbesondere darüber, dass viele Leute hier sind, die sonst nichts mit dem Netzwerk zu tun haben und einfach neugierig sind", sagte Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann, die sich ebenfalls unter die Besucher gemischt hatte. "Ich hoffe, dass es so weiter geht und irgendwann ganz normal wird." Wie die Veranstalter aus der Kirchengemeinde zeigte sich auch Schumann mit dem Anklang, den das Treffen gefunden hatte, rundum zufrieden.

Die nächsten Termine sind ebenfalls an Sonntagen und zwar am 6. und 20. März. Beginn ist jeweils um 15 Uhr, alle Besucher sind willkommen.

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Von Daniel Junker

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