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Feuerwehr sieht erhöhtes Unfallrisiko

Schulenburg Feuerwehr sieht erhöhtes Unfallrisiko

Wird die neue Haltestelle in Schulenburg die Feuerwehr auf ihren Einsatzfahrten künftig behindern? Ortsbrandmeister Jörg Penzold sieht zumindest ein Gefährdungspotenzial.

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Ortstermin an der umstrittenen Gefahrenquelle.

Quelle: Tobias Lehmann

Schulenburg. Konkret geht es um die Haltestelle Denkmal an der nördlichen Seite der Hauptstraße. Sie wird barrierefrei und muss dafür um rund 50 Meter an die Einmündung Spandauer Straße versetzt werden. Dort steht eine ausreichend breite Warte- und Aufstellfläche zur Verfügung, sodass ein Unterstand eingerichtet werden kann.

Der Ortsrat war zuvor über die Verlegung der Haltestelle informiert worden, die Feuerwehr jedoch nicht. „Wenn wir zu Einsätzen aufbrechen, müssen wir zwangsläufig über die Spandauer Straße fahren und brauchen entsprechend Platz, um auf die Hauptstraße einzubiegen. Wenn dort aber ein Bus hält, können wir wertvolle Minuten verlieren“, sagte Brandmeister Jörg Penzold. Zudem sieht er ein erhöhtes Unfallrisiko, wenn Autos den haltenden Bus von hinten überholen und dann von dem einbiegenden Einsatzwagen der Feuerwehr überrascht werden.

Diese Einschätzung teilt die Stadtverwaltung nicht. „Nach diesem Argument dürfte an keiner Straßeneinmündung in Deutschland eine Haltestelle gebaut werden“, sagte Diplom-Ingenieurin Diana Bergmann. Der stellvertretende Fachbereichsleiter Mathias Greve wies darauf hin, dass ein Feuerwagen mit Martinshorn fahre. „Sämtliche denkbaren Reaktionen von Autofahrern können wir nicht vorausberechnen.“

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Dirk Meier schlug schließlich vor, auf der Spandauer Straße zehn bis 20 Meter vor der Einmündung auf die Hauptstraße ein Halteverbot einzurichten. Das gebe ausreichend Platz um zu rangieren. So könne die Feuerwehr zumindest ohne größere Probleme an dem Bus vorbeifahren, auch wenn das Unfallrisiko bestehen bleibe. Greve versprach, dies prüfen zu lassen.

Ortsratsmitglied Christian Möller (CDU) hatte das Treffen organisiert und war froh, dass ein Kompromiss gefunden wurde. „Generell freuen wir uns, dass die Haltestelle barrierefrei wird. Ich habe zuvor viele Klagen über die Einstiegsmöglichkeiten für Gehbehinderte gehört“, sagte er. Die Haltestelle Denkmal wird in beide Fahrtrichtungen für 100 000 Euro ausgebaut, 75 Prozent der Kosten trägt die Region Hannover. Es ist die erste von vier Haltestellen in Schulenburg, die barrierefrei wird. „Den Umbau der Haltestelle Mitte haben wir für nächstes Jahr beantragt.“

Von Tobias Lehmann

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