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Frage der Wassergebühren klärt sich langsam

Pattensen Frage der Wassergebühren klärt sich langsam

Große Unruhe hatte die Neufassung der Geührensatzung für die Beseitigung von Regenwasser in Pattensen ausgelöst. Hausbesitzer mussten die Größe ihrer Grundstücke und der überbauten Fläche angeben. Der Finanzausschuss ließ sich am Montagabend von Verwaltung die Pläne erläutern

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Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Die Stadt Pattensen will die Gebühren für Niederschlagswasser für Grundstückseigentümer gerechter machen. Bisher werden pauschal pro angefangene 100 Quadratmeter bebaute Fläche 30,68 Euro berechnet. So zahlt jemand mit 101 bebauten Quadratmetern genauso viel wie jemand, der 170 oder gar 199 bebaute Quadratmeter besitzt.

Der Preis an sich sei trotz der Neukalkulation gleich geblieben, erläuterte Fachbereichsleiterin Heike Hessenkamp: 31 Cent pro Quadratmeter pro Jahr. Es soll gerechter werden, indem künftig auf den Quadratmeter genau abgerechnet wird.

"Stellen Sie sich vor, jemand hat 103 Quadratmeter angegeben, es sind aber 113. Wird da nachgemessen? Sind Strafgebühren geplant?", fragte CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Bötger. "Man kann sich ja schnell mal vermessen."

Die Verwaltung vertraue "grundsätzlich auf die Ehrlichkeit der Bürger", versicherte Hessenkamp. Eine so geringe Abweichung wie die von Bötger genannte spiele eher keine Rolle. "Wir hatten allerdings ein paar Fälle, wo es ganz extreme Abweichungen gibt." Wenn sich eine Grundstücksfläche halbiert habe, dann werde die Verwaltung beim Eigentümer nachfragen und notfalls auch nachmessen.

Unmut erregte bei den Ausschussmitgliedern die Forderung nach einem "amtlichen Lageplan", den die Eigentümer für die Neukalkulation einreichen sollten. "So ein Plan kostet beim Katasteramt 137 Euro", sagte Thomas Vogel (SPD).

Wie sich herausstellte, verlangt die Stadt gar keinen amtlichen Lageplan. "Manche haben auch selbst eine Zeichnung von ihrem Haus und Grundstück gemacht. Wir nehmen alles", versicherte Hessenkamp. Vogel beantragte, dass das Wort "amtlich" in der Gebührensatzung gestrichen wird. Das wurde einstimmig empfohlen.

Es werde wohl für keinen Privateigentümer teurer, meinte Vogel, "nur für die Stadt". Denn die habe, so sei aus der Drucksache ersichtlich, die Größe der versiegelten Straßenfläche bisher mit 369.000 Quadratmetern angegeben. Es seien aber tatsächlich 533.000 Quadratmeter.

Der Straßenanteil der Stadt sei früher geschätzt worden, bestätigte Hessenkamp. "Jetzt, für die neue Kalkulation, haben wir das neue Straßenkataster bemüht."

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