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Suche nach der Rolle fürs Leben

Pattensen-Mitte Suche nach der Rolle fürs Leben

Wo sonst Kleinkinder im Lehrschwimmbecken von der weißen Elefantenrutsche ins Wasser gleiten oder aber im großen Becken Schwimmer ruhig ihre Bahnen ziehen, übten sich am Wochenende im Hallenbad Pattensen Kajakfahrer mit ihren Booten und Trainern an der so genannten „Eskimo-Rolle“.

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Mit Kursteilnehmern aus ganz Deutschland üben Mike Behrens (im Wasser) und Trenk Müller (im Boot) die Rolle mit dem Kajak.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen-Mitte. Badegäste hätten einen ungewohnten Anblick gehabt, wäre denn für sie geöffnet gewesen. Die Bewohner der arktischen Küstenregionen hatten einst diese Technik entwickelt, um nicht nach Kentervorgängen infolge des eiskalten Meerwassers in Lebensgefahr zu geraten. Sondern sich mit eigener Körperkraft, dem Doppelpaddel und angelernter Bewegungstechnik schnell wieder aufzurichten, ohne aus dem Kajak aussteigen zu müssen.

„Wir kommen seit 2014 gern zwei Mal im Winterhalbjahr ins Pattenser Bad, weil wir hier für unsere Kursteilnehmer perfekte Übungsbedingungen vorfinden“, lobte Trenk Müller die Einrichtung. Der Diplom-Pädagoge und Sea Kayak Coach ist Chef des Flensburger Unternehmens „Seakayaking“ und betreut bei den ausgebuchten Trainingseinheiten gemeinsam mit Mike Behrens vom Döhrener Paddel-Klub Hannover (PKH) gemeinschaftlich die jeweils zehn angemeldeten und aus ganz Deutschland angereisten Kajak-Liebhaber.

Zunächst wurde im nur hüfttiefen Kinderbecken Wassergewöhnung betrieben und in der Gruppe beobachtet und besprochen, was die beiden Coaches in der Praxis zeigten und theoretisch erklärten. Danach folgte die Arbeit in Zweierteams. Und wer sich dann traute, ging mit seinem Kajak zum Rollen auch ins benachbarte tiefe Becken.

„Man muss sich die Zeit nehmen, sich an Kentersituationen und ihre angemessene Lösung zu gewöhnen. Schließlich sind wir nicht dafür geboren, um unter Wasser zu leben“, betonte Trenk Müller die Wichtigkeit des Trainings für solche Gefahrensituationen.

Geübt wurde dabei mit zumeist mitgebrachten privaten Seekajaks, die mit ihrer Länge von bis zu 5,50 Meter etwa 25 Kilogramm plus etwaigem Reisegepäck wiegen. „Denn es gibt auch nicht wenige, die damit längere Urlaube machen - wie ein Kursteilnehmer aus dem letzten Jahr, der damit monatelang in der Karibik unterwegs war“, erinnerte sich Mike Behrens.

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Von Torsten Lippelt

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