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Förderverein beansprucht Spritzenhaus

Pattensen-Mitte Förderverein beansprucht Spritzenhaus

Hermann Schuhrk ist sauer. Anlass: die Vorgänge rund um das ehemalige Pattenser Spritzenhaus an der Marienstraße, seit 2002 Domizil des Fördervereins Stadtmuseum Pattensen, dessen Vorsitzender Schuhrk ist.

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Der Förderverein Stadtmuseum will das alte Spritzenhaus an der Marienstraße in der Altstadt von Pattensen weiter nutzen.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen-Mitte. Dass der Förderverein – „Eine Dickfälligkeit sondergleichen" (Schuhrk) – erst unmittelbar vor der betreffenden Ratssitzung vom beabsichtigten Verkauf des Spritzenhauses durch die Stadt erfuhr, ist eine Sache. Eine andere, dass die Stadt, die aus Sicht Schuhrks über lange Jahre erworbenen Nutzungsrechte des Fördervereins offenbar nicht anerkennt.

„Wir nutzen das Gebäude, seit es uns von dem damaligen Bürgermeister Günther Griebe am 9. August 2002 zur Nutzung für Sammlungen und Ausstellungen übergeben worden ist. Dies müsste nicht nur allen Pattenser Vereinen, sondern auch der Verwaltung bekannt sein", sagt Schuhrk mit Blick auf die Tatsache, dass sich mittlerweile zwei weitere Pattenser Vereine darum beworben haben, das Spritzenhaus von der Stadt zu mieten.

Hintergrund: Die Verwaltung hatte zwar die ursprüngliche Drucksache zum Verkauf des Schützenhauses zunächst zurückgezogen; eine Aussage pro Förderverein Heimatmuseum Pattensen war und ist damit jedoch nicht verbunden. In der Drucksache heiß es unter anderem: "Das ehemalige Spritzenhaus ist derzeit pachtfrei dem Heimatverein zur Verfügung gestellt. Vorteile hat die Stadt Pattensen hierdurch nicht (…) Da das Gebäude für die Stadt Pattensen keinen Nutzen hat, schlage ich auf Grund der finanziellen Lage vor, diese Immobilie zu verkaufen." Dass die Arbeit der Ehrenamtlichen trotz vieler Führungen und Ausstellungen "für die Stadt keinen Nutzen" haben soll, hat Schuhrk unangenehm berührt.

Die Stadtverwaltung bereitet mittlerweile eine Grundsatzentscheidung des Rates vor. „Es gibt nach wie vor mehrere Kauf- und mehrere Mietinteressenten für das Spritzenhaus", sagt Pattensens Erster Stadtrat Axel Müller, der die Aussagen Schuhrks zu den Nutzungsrechten des Fördervereins nicht kommentieren möchte. „Zunächst geht es um die Frage Verkauf oder Vermietung und im zweiten Schritt dann um die Frage, welcher Käufer beziehungsweise Mieter den Zuschlag erhält." Beides Fragen, so Müller, über die die Politik zu entscheiden habe.

Wie diese auch entscheiden mag, Hermann Schuhrk und seine Mitstreiter haben bereits angekündigt, das Spritzenhaus nicht ohne Widerstand aufgeben zu wollen. „Notfalls würden wir es wie bei einem Bauernaufstand verteidigen – mit Dreschflegeln und Sensen", kündigt der Vorsitzende an - mit einem Augenzwinkern.

Von Ralf Schunk

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