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Museumsverein und KGS vereinbaren Kooperation

Pattensen-Mitte Museumsverein und KGS vereinbaren Kooperation

Der Förderverein Stadtmuseum Pattensen und die Ernst-Reuter-Schule (KGS) wollen künftig in Sachen Heimatkunde zusammenarbeiten. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Heimatbund begleitet. Am Dienstag fand eine erste Stadtführung mit anschließender Besprechung statt.

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Hermann Schuhrk (Mitte), in der Rolle des Hauptmanns der Stedtischen Scharwache, erläutert den Geschichtslehrern und den Vertretern des Heimatbunds die Bedeutung des Rathauses.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Hermann Schuhrk, Sprecher des Fördervereinsvorstands, war in seiner Rolle und Uniform als Hauptmann der Stedtischen Scharwache erschienen. Vom Treffpunkt am Rathaus aus führte er Anna Stypa, Christian Schimpf und Timo Stiehl - alle drei Geschichtslehrer an der KGS - sowie Anna Quell durch die Altstadt.

Quell ist Leiterin des Projekts Heimatblicke beim Heimatbund. Mit Heimatblicke will der Heimatbund - mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur - die Heimatpflege in Niedersachsen auch für Neubürger zugänglich machen. "Das Projekt soll integrierend wirken, indem Neubürger auch von ihrer eigenen Heimat erzählen", sagte Quell. Es soll Begegnungen zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen, zwischen Alt und Jung und unterschiedlichen Kulturen ermöglichen.

Schuhrk, der mit einer Hellebarde in der Hand voraus ging, berichtete, dass sich unweit des Rathauses die uralten Handelswege zwischen Kassel und Hannover und zwischen Magdeburg und Dortmund kreuzten. Zum Schutz dieser wichtigen Verbindung wurde eine Burg errichtet - am Standort des heutigen Rathauses. Ein Blick auf die Sandsteintafel mit dem Lobgedicht auf Herzog Erich I. am Rathaus-Parkplatz gab Schuhrk die Gelegenheit auf die wechselnden Herrscher - weltliche und kirchliche - des Calenberger Landes hinzuweisen.

Thema im Vorübergehen waren auch einige der sogenannten Pattenser Weltwunder, die eher nicht im Geschichtsunterricht behandelt werden. Nächster Halt war dann das Wieterssche Haus von 1614 - das älteste Wohnhaus der Stadt, "das den 30-jährigen Krieg ebenso überstanden hat, wie den großen Brand von 1733", wie Schuhrk anmerkte. Der uniformierte Stadtführer wies auf die sichtbaren Reste des Stadtgrabens ebenso hin, wie auf den Verlauf der alten Wallanlage.

Bisher gehörte die Arbeit mit Schuhrk zum Heimatkundeunterricht der Viertklässler der Grundschule Pattensen, gelegentlich kamen auch Grundschulklassen aus den Ortteilen in den Genuss. Die KGS plant jetzt, den Heimatkundeunterricht in Kooperation mit dem Förderverein auch für den 5. Jahrgang anzubieten. Unter anderem soll eine Altstadt-Rallye entwickelt werden, bei der sich die Schüler den Zugang zur Heimatgeschichte an mehreren Stationen selbst erarbeiten können. Die Einzelheiten wollen Verein, Geschichtslehrer und Heimatbund in den kommenden Wochen diskutieren und festlegen.

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