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Ganztagsangebot soll gekürzt werden

Pattensen Ganztagsangebot soll gekürzt werden

In der Grundschule soll das Ganztagsangebot im nächsten Schuljahr schon um 15.30 Uhr statt um 16 Uhr enden. Grund für die Kürzung ist laut Schulleitung ein überzogenes Budget. Verwaltung und Politik reagieren mit Unverständnis.

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In der Grundschule Pattensen sollen die Kinder nach den Sommerferien am Nachmittag nur noch bis 15.30 Uhr betreut werden.

Quelle: Herzog

Pattensen. Der Ganztagsschulbetrieb an der Grundschule Pattensen soll im neuen Schuljahr zeitlich gekürzt werden. Die Schule hat sich dazu entschlossen, weil ein Defizit aufgelaufen ist. Die Landesschulbehörde hatte Einsparungen verlangt. Stadt und Politik protestieren - auch, weil sie sich schlecht informiert fühlen.

Mit einem Brief wurden jetzt alle Eltern darüber informiert, dass die Ganztagsangebote, die es montags bis donnerstags gibt, im neuen Schuljahr statt um 16 Uhr schon um 15.30 Uhr enden. Als Gründe werden die Budgetüberschreitungen bei den Landesmitteln und die Raumnot angegeben.

Offenbar hat sich die Landesschulbehörde eingeschaltet, weil ein Defizit entstanden ist.

Bereits Anfang 2013 hatte das Land Geld gekürzt, weil das Budget überzogen war. Damals hatte die Stadt außerplanmäßig 10.000 Euro dazu gegeben, damit der Betrieb weiterlaufen konnte.

Nach Auskunft von Schulleiter Norbert Feltin hat die Gesamtkonferenz mit Lehrer- und Elternvertretern die Kürzung beschlossen. Die bisher hohe Qualität der Angebote werde unter der Kürzung nicht leiden, sagt er. Dass die veränderten Zeiten einigen Eltern Probleme bereiten könnten, sei den Verantwortlichen bewusst. Heute Abend sollen die Eltern in einer Informationsveranstaltung informiert werden. „Dort werden wir sehen, ob Härten entstehen“, sagt Feltin.

Auch die Schulelternratsvorsitzende Anja Biber weist daraufhin, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. „Die Zeit drängt allerdings, da bereits ab dem nächsten Schuljahr gespart werden soll“, sagt sie. Sollten viele Eltern Bedarf an einer Betreuung bis 16 Uhr haben, sei über Alternativen zu diskutieren. Möglicherweise könne eine Auffanggruppe eingerichtet werden. Diese müsse allerdings von der Stadt finanziert werden.

Die Stadtverwaltung reagierte ungehalten auf die geplanten Veränderungen. „Das ist alles ohne unsere Beteiligung entschieden worden“, sagt Stadtsprecherin Andrea Steding. „Eine Absprache wäre notwendig gewesen.“ Schließlich sei die Stadt Schulträgerin und zahle 50 Prozent der Sach- und Betriebskosten für das Ganztagsangebot. Bürgermeisterin Ramona Schumann habe jetzt die Gesamtkonferenz gebeten, den Beschluss zu korrigieren.

Kritisch äußerte sich auch ein Teil der Politik. „Dieser Alleingang des Schulleiters ist absolut nicht zu akzeptieren“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Ohlendorf. „Da muss man doch vorher drüber reden.“ Ein Gespräch hätte sich auch die CDU gewünscht, sagt der schulpolitische Sprecher Jonas Soluk. Dass ein Defizit entsteht, hätte doch vorher auffallen müssen und dann im Schul- oder Finanzausschuss diskutiert werden können. Soluk regt an, gegebenenfalls auch die Finanzen der anderen Schulen zu überprüfen.

von Kim Gallop

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