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Gebühren für Pattenser Friedhof steigen

Pattensen Gebühren für Pattenser Friedhof steigen

Die Gebühren für den Friedhof an der Jeinser Straße in Pattensen Mitte werden steigen. Die Kirche, die den Friedhof betreibt, muss sich als Anlieger am Ausbau der Straße Domänengarten beteiligen und legt die Kosten auf die Nutzer des Friedhofs um. Um einen Ausgleich zu schaffen, sollen nun auch die Gebühren der städtischen Friedhöfe steigen und die Kirche soll einen Zuschuss erhalten.

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Die Gebühren für eine Bestattung auf dem Friedhof an der Jeinser Straße (Bild) werden steigen.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die Straße Domänengarten wird ausgebaut. Der von der Kirchengemeinde St. Lucas betriebene Friedhof ist der größte Anlieger - entsprechend hoch ist der Betrag, den die Kirche nach der Straßenausbaubeitragssatzung tragen muss. Nach Angaben von Dirk Bennigsen, dem Vorsitzenden des Friedhofsausschusses, muss die Kirche 120.000 Euro bezahlen, bei einer Finanzierung über 20 Jahre kommen dazu 50.000 Euro an Zinsen. "Um das zu tragen, müssen wir die Gebühren erhöhen", sagte er. Bennigsen, der sich auch im jüngsten Ortsrat zu dem Thema äußerte, erinnerte daran, dass die Stadt vor etwa zehn Jahren vor der Frage stand, ob sie einen neuen städtischen Friedhof errichtet. Stattdessen wurde, im Einvernehmen mit der Kirche, der Friedhof Jeinser Straße erweitert. Die Kirchengemeinde habe um eine Regelung gebeten, die die Anwohner von Pattensen-Mitte von steigenden Gebühren verschont, sagte Bennigsen. "Aber die Stadt hat sich auf die Satzung zurückgezogen." Das sei besonders ärgerlich, weil die kirchlichen Friedhöfe kostendeckend arbeiteten. Bei den städtischen Friedhöfe bleibe immer in Defizit, dass die Allgemeinheit tragen müsse.

Die Stadtverwaltung weise seit Jahren darauf hin, dass die Gebühren der städtischen Friedhöfe so niedrig seien, dass sie nicht wirtschaftlich betrieben werden könnten, sagte Stadtsprecherin Andrea Steding. Der Rat habe aber bislang abgelehnt, die Gebühren zu erhöhen. Das Defizit werde als sogenannte Interessenquote auf die Allgemeinheit umgelegt. Der Rat habe es abgelehnt, der Kirche einen Teil der Straßenausbaubeiträge zu erlassen. Er will aber die Gebühren für die städtischen Friedhöfe anheben, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Außerdem soll die Kirchengemeinde einen Zuschuss für den Betrieb des Friedhofs erhalten. Dann müssten die Gebühren weniger stark angehoben werden.

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