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Geldstrafe und Fahrverbot für Busfahrer

Pattensen-Mitte Geldstrafe und Fahrverbot für Busfahrer

Mit einem Gelenkbus hat ein Fahrer auf dem Pattenser Marktplatz Mauern beschädigt und eine Lampe von der Hauswand abgerissen, ohne zunächst den Schaden zu melden. Die Strafrichterin am Springer Amtsgericht hat ihn zu einer Geldstrafe von 840 Euro und zu einem Fahrverbot für einen Monat verurteilt.

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Das Amtsgericht in Springe. (Symbolbild)

Quelle: Andreas Zimmer

Pattensen-Mitte. Grund war das unerlaubte Entfernens des 52-Jährigen vom Unfallort. Der Schaden entstand im September 2016. An diesem Morgen sei für ihn so einiges schief gelaufen, berichtete der Mann jetzt vor Gericht. Der alleinerziehende Vater musste bis in die Nacht seine Tochter trösten, weil die Mutter nicht wie versprochen vorbei gekommen sei. Nach wenig Schlaf habe er dann in den frühen Morgenstunden seinen Bus vom Betriebshof gefahren, um später seine ersten Fahrgäste in Pattensen abholen zu können.

„Ich war aber durch den Wind und habe mein Programm einfach abgespult“, erzählte der Mann. Unkonzentriert sei er im Bereich der Marktstraße einfach einem Bully hinterher gefahren. So fand er sich plötzlich mit seinem langen Gefährt auf dem Marktplatz wieder. Der Fahrer des Bullys habe das Fahrzeug wenden können, bei dem Gelenkbus sei das nicht möglich gewesen.

Der Busfahrer stieg aus, weil er sehen wollte, ob er an einem parkenden Auto vorbei gelangen konnte. Dabei bemerkte er einen umgefallenen Blumenkübel. „Den habe ich wieder aufgestellt. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich den wirklich umgefahren hatte“, erklärte er. Er habe dann per Funk durchgegeben, dass er sich festgefahren habe. Dass er beim Rangieren mit seinem Außenspiegel eine Lampe an einer Hauswand beschädigte, habe er bemerkt, räumte der Mann ein. „Ich habe die Scherben zur Seite geräumt, damit sich niemand verletzt“, berichtete er. Später habe er den Schaden melden wollen. Nicht registriert habe er aber, dass er mit seinem Bus auch Mauerwerk beschädigt haben soll.

Als der parkende Wagen weggefahren wurde, konnte der Angeklagte seinen Bus vom Marktplatz entfernen und die Tour wie geplant beginnen. „Den Schaden wollte ich nach meinem Dienst melden“, erklärte er. Da seiner Einschätzung nach niemand verletzt war, sei er auch sicher gewesen, richtig zu handeln.

Der Mann hatte zunächst einen Strafbefehl erhalten, in dem ihm neben der Geldstrafe auch die Fahrerlaubnis für mehr als einen Monat entzogen werden sollte. Dagegen hatte er Einspruch eingelegt. Das Gericht verhängte nunmehr lediglich ein Fahrverbot für vier Wochen. Der Mann sei bislang stets unfallfrei gefahren und als Busfahrer auf den Führerschein angewiesen, begründete das Gericht diese Entscheidung.

Von Anne Brinkmann-Thies

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