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Flüchtling biegt beim Marathon falsch ab

Pechvogel aus Pattensen Flüchtling biegt beim Marathon falsch ab

Gute Chancen auf einen der vorderen Plätze hatte sich Haftom Weldaj ausgerechnet, als er beim Halbmarathon in Hannover angetreten ist. Doch der Flüchtling aus Eritrea, der für den TSV Pattensen gestartet war, landete nur unter "ferner liefen" – jedenfalls offiziell. Er war falsch abgebogen.

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Sind unzufrieden und traurig über den Fehler beim Laufen: Friedrich Weber (links) und Haftom Weldaj.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen-Mitte. Traurig blickt Haftom Weldaj auf seine Laufuhr. Mit 1:34:56 Stunden zeigt sie die Zeit an, die er am Sonntag beim Halbmarathon in Hannover gelaufen ist. Und mit der er offiziell 517. wurde.

Noch Mitte März hatte der 26-jährige Pattenser, der im letzten Jahr als Flüchtling aus Eritrea gekommen war, als ungeübter Läufer gleich seinen ersten Halbmarathon (den 40. Springe-Deister-Marathon) gewonnen. Und das in einer Zeit von 1:13:42 Stunden.

„Wie kann er nun über 20 Minuten langsamer laufen?“, fragte sich sein Mentor und Trainer Friedrich Weber, Leiter des Pattenser Sportabzeichentreffs.

Und die fast unglaubliche Lösung: Der begabte Nachwuchsläufer hatte sich verlaufen, war im Stadtteil List aus Versehen für mehrere Kilometer von der Halbmarathon- auf die Marathonstrecke abgebogen.

„Als Haftom seine 21,1 Kilometer der Laufstrecke hinter sich hatte, erwartete er jeden Moment, das Rathaus und die Ziellinie zu sehen“, stellt Weber im Nachhinein konsterniert fest.

Insgesamt hatte Weldaj statt der geforderten 21,1 Kilometer in seiner Laufzeit von 1:34:56 Stunden 27,6 Kilometer zurückgelegt.

„Wenn wir auf seine Laufuhr schauen und dann kurz vor dem Ziel, bei 21 Kilometer, seine Zeit ablesen, wäre er ohne Zielspurt bei 1:09:08 Stunden angekommen. Das wäre nach der Ergebnisliste der fünfte Platz des Halbmarathons mit über 8.000 Läufern, gewesen“, trauert Weber um den verpassten Erfolg.

„Ich versuche es beim nächsten Mal Ende Juni, beim Halbmarathon in Hamburg“, blickt Haftom Weldaj hoffnungsvoll voraus, dort eine gute Zeit - dann auf der Originalstrecke - zu laufen.

Von Torsten Lippelt

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