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Freies WLAN in Pattensen soll wachsen

Pattensen-Mitte Freies WLAN in Pattensen soll wachsen

Datenvolumen aufgebraucht? Wer im Café im Pattenser Bad sitzt, hat damit kein Problem. Dort gibt es jetzt offenes, kostenloses WLAN. Das Angebot geht auf eine Initiative des Ortsverbands der Grünen zurück. Jetzt werden Privat- oder Geschäftsleute gesucht, die das WLAN-Netz weiterspinnen.

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Wer im Café im Bad in Pattensen sitzt, kann freies WLAN auf seinem Smartphone nutzen

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die Pattenser Grünen nutzen die Erfahrungen und die Technik der bundesweiten Freifunk-Initiative und arbeiten eng mit den Mitgliedern der hannoverschen Gruppe zusammen (freifunk-hannover.net). In einem Pressegespräch im Café im pab schildern Michael Dreves und Uwe Hammerschmidt die Hintergründe. Beide sind im Ortsverein und sitzen demnächst im Rat der Stadt Pattensen. "Das ist kein kommerzielles Netz", sagt Dreves, "sondern wird von den Bürgern getragen."

"Es ist auch kein grünes Netz", ergänzt Hammerschmidt. "Der Gedanke dahinter ist es, Gruppen, die sonst nicht den Zugang haben, die freie Nutzung von WLAN zu ermöglichen." Dazu gehören etwa Flüchtlinge, die über das Internet Kontakt zu Familie und Freunden in ihrem Heimatland halten.

Viel Werbung haben die Grünen noch nicht gemacht. Doch der clevere Smartphone- oder Laptopnutzer findet auch so seinen Zugang, berichtet Hammerschmidt erfreut: Als im Bad jetzt der August-Bötger-Schwimmpokal des TSV Pattensen ausgetragen wurde, hatten sich ingesamt 21 Nutzer im freien WLAN eingeloggt.

Die Grünen suchen jetzt weitere Privat- und Geschäftsleute im ganzen Stadtgebiet, die bereit sind, einen Router für Freifunk aufzustellen. Dafür ist nur ein Internetzugang nötig. Der zusätzliche Router, auf dem spezielle Freifunk-Software aufgespielt wird, ist vom anderen Internetzugang getrennt. Nach Auskunft von Dreves ist auch die Frage nach der sogenannten Störerhaftung geregelt: Die Freifunk-Initiative leitet Internetanfragen an einen Provider weiter, der damit haftbar wäre, wenn etwa illegal Musik heruntergeladen wird.

Gerti Junge, die Betreiberin des Cafés, sei sofort einverstanden gewesen, in ihrem Räumen Router aufzustellen, berichtet Hammerschmidt. Michal Marx, ein Ehrenamtlicher bei der Bad-Arbeitsgruppe Energie, Wasser, Technik habe die ersten 6 Router gesponsort. Deshalb ist das Obergeschoss im Bad versorgt, der DLRG-Raum und das Foyer. Das Freigelände im Bas soll folgen, die Schwimmhallen bliebt WLAN-frei.

Außerdem schon dabei sind das Café zum Dänen und das Café Anno. Bis die Reichweite den ganzen Marktplatz umfasst, müssten noch mehr Router aufgestellt werden. "Wir sind gerne behilflich, die Software einzuspielen", sagt Dreves. Kosten fallen nur für den Kauf des Routers an, das sind einmalig etwa 16 Euro. Dazu kommen noch sehr geringe Stromkosten für den Betrieb des Routers. Fragen können unter info@gruene-pattensen.de per E-Mail gestellt werden.

Freifunk-Netz und kostenfreies WLAN in Leinetal

Nach Angaben von Michael Dreves aus Pattensen gibt es bereits einige Freifunk-Router im Leinetal, mit denen Nutzer Zugang zum offenen und kostenlosen WLAN haben. Eine Karte findet sich unter hannover-freifunk.net/karte im Internet.

Im Stadtgebiet von Pattensen stehen die Router in Koldingen (1), Pattensen-Mitte (12) und Schulenburg (2). Das ist der Stand von Sonnabend, 8. Oktober, 2016. Die Zahl in Klammern gibt die Zahl der Router an. Im Stadtgebiet von Laatzen gibt es in Alt-Laatzen (5), Grasdorf (16) und Laatzen-Mitte (1) Freifunk-Router. Im Stadtgebiet von Hemmingen stehen zwei Router in Arnum.

In Laatzen stellt die Stadtverwaltung nach Auskunft von Sprecherin Eleni Mourmouri offenes, kostenfreies WLAN im Stadthaus, im Alten Rathaus (Standesamt), Rathaus, Bürgerbüro und Vorplatz sowie in den Flüchtlingsunterkünften Gutenbergstraße, Rotdornallee (Ingeln-Oesselse) und Hotel 64 an der Hildesheimer Straße bereit. Ein von Geschäftsleuten betriebenes Angebot sei im Leine Center aktiv.

Wer sich im oder nah am Rathaus in Hemmingen aufhält, kann sich schon seit einigen Jahren in das freie WLAN der Stadt einwählen. "Das wird intensiv genutzt", hat Bürgermeister Claus Schacht beobachtet, "da sitzen immer welche vor der Tür oder drinnen auf der Couch." Die Ratspolitiker nutzten den Zugang für die Ratsarbeit. "Ich selbst habe auch bei der Fraktionssitzung meinen Laptop dabei." Es sei seine "Vision", im ganzen Stadtgebiet von Hemmingen freies WLAN anzubieten, sagt Schacht. "Ich denke, dass man das hinbekommen sollte."

In der Begegnungsstätte an der Göttinger Straße in Arnum wurde das freie WLAN-Angebot über das Flüchtlingsnetzwerk eingerichtet. Die ehrenamtlichen Helfer des Deutschkurses für Flüchtlinge hatten selbst das Geld für die Installation gespendet. Das Netz ist besonders für die Flüchtlinge gedacht, kann aber von jedem genutzt werden.

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