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Mütter helfen Flüchtlingsfrauen

Pattensen Mütter helfen Flüchtlingsfrauen

In der Stadt Pattensen werden künftig erfahrene Mütter werdende Mütter aus Flüchtlingsfamilien begleiten. Das neuartige Projekt geht auf eine Anregung der Hebamme Antje Fink aus Jeinsen zurück und wird von der Region finanziell gefördert.

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Hilfsbereit: die Initiatorinnen - darunter Martina Wolters und Heike Grützner (Zweite und Dritte von links) - sowie einige der Mütter, die sich engagieren wollen.

Quelle: privat

Jeinsen. Eine Hebamme ist für werdende Mütter eine wichtige Partnerin während der Schwangerschaft und nach der Geburt eines Kindes. Nach Auskunft von Heike Grützner, der Gleichstellungsbeauftragen der Stadt Pattensen, hatte Fink berichtet, dass werdende Mütter aus Flüchtlingsfamilien oft mehr Unterstützung brauchen, als eine Hebamme leisten kann. Das liegt an den fehlenden oder lückenhaften Deutschkenntnissen der Flüchtlingsfrauen, aber auch an kulturellen Unterschieden. Wichtige Themen sind die Geburt zu Hause oder im Krankenhaus, Fragen rund ums Stillen und Ernährung oder auch die Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen).

Die Stadtverwaltung hat bei der Region Hannover eine Förderung im Programm "Frühe Hilfen" beantragt, die jetzt vom Jugendhilfeausschuss bewilligt wurde. Dann hatte die Stadt zum ersten Planungstreffen eingeladen, um erfahrene Mütter für die ehrenamtliche Betreuung zu gewinnen.

Bei dem sehr kurzfristig anberaumten Termin im Garve-Haus in Jeinsen seien acht Mütter aus unterschiedlichen Stadtteilen Pattensens erschienen. Fünf weitere Frauen hätten sich gemeldet: Sie konnten bei dem Treffen nicht dabei sei, wollen aber an dem Projekt teilnehmen. "Wir waren überwältigt", sagte Grützner. Die Kinder der Mütter seien im Alter zwischen 3 Monaten und 36 Jahren, so dass auch die Ehrenamtlichen ein ganz unterschiedliches Alter und eine ganz unterschiedliche Lebenserfahrung aufweisen. "Das ist eine gute Mischung", sagte Grützner, "so haben wir uns das gewünscht."

Die Mütter, die sich als Betreuerinnen gemeldet haben, sollen später Frauen aus Flüchtlingsfamilien bei den medizinischen, organisatorischen und behördlichen Angelegenheiten rund um die Geburt helfen. Die Ehrenamtlichen erhalten eine Aufwandsentschädigung. Für Oktober ist eine interkulturelle Schulung beim Verein Mobile im Mehrgenerationenhaus geplant, die von einem Dozenten des Ethno-Medizinischen Zentrums Hannover durchgeführt wird. Alle sechs Wochen ist ein Treffen mit professioneller Begleitung geplant, wo sich die Helferinnen austauschen können. "Niemand wird mit der Aufgabe allein gelassen", betonte Grützner.

Ansprechpartnerinnen für das neue Projekt sind Heike Grützner, Telefon (05101) 1001109, bei der Stadtverwaltung und Martina Wolters, Telefon (05101) 109030, im Familienservicebüro der Stadt.

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