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Ist der Hort ein Auslaufmodell?

Pattesen Ist der Hort ein Auslaufmodell?

Bürgermeisterin Ramona Schumann stößt eine Diskussion darüber an, ob eine Ganztagsbetreuung an Schulen nicht möglicherweise besser sei als ein Hortplatz. „Ich halte ein Nebeneinander von Kindertagesstätten, Horten und Grundschulen für nicht zielführend“, sagte sie jetzt im Rat.

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Die Umwandlung der Hort- in eine Kindergartengruppe an der Kita Hirtenweg gab den Anstoß zu der Diskussion.

Quelle: Mellanie Caglar

Pattensen. Schumann schlägt deshalb vor, ein grundlegendes Konzept zur Ganztagsbetreuung von Kindern zu entwickeln. Stadtsprecherin Andrea Steding erläuterte gestern, dass eine Ganztagsbetreuung an Schulen verschiedene Vorteile habe. So sei diese kostenfrei. Zudem müssten Schüler nicht das Gebäude wechseln. „Über eine geeignete Ferienbetreuung müssen wir noch nachdenken“, sagte sie. Horte bieten diese an, Grundschulen nicht.

Anstoß der Diskussion ist die Hortgruppe in der Kindertagesstätte am Hirtenweg, die jetzt in eine Kindergartengruppe umgewandelt wird. Dafür müssen auch die Toiletten um wenige Zentimeter versetzt werden, um sie der Größe der Kinder anzupassen. Das kostet die Stadt 22 000 Euro. Der Rat stimmte zu, nur Julia Recke (CDU) enthielt sich. „Vielleicht müssen wir in drei Jahren wieder umbauen, weil wir dann für die Kinder einen Hort benötigen“, sagte sie.

n Kindertagesstätte Hüpede: Die Einrichtung soll zunächst für drei Jahre erweitert werden. Dafür sprach sich der Rat einstimmig aus. Geplant ist, einen Container zu mieten, dessen Anbau einmalig 75 000 Euro kostet und für jeden Monat 3000 Euro Miete. Der Verwaltungsausschuss hat zudem dafür gestimmt, sich die Möglichkeit eines Mietkaufs offen zu halten. Laut Margret Zieseniß (CDU) sollte der Container für einen längeren Zeitraum eingeplant werden. „Die bisherigen Berechnungen berücksichtigen noch nicht die Flüchtlingskinder, die in den nächsten Jahren betreut werden müssen“, sagte sie. Die Bürgermeisterin sagte, dass der tatsächliche Bedarf immer wieder geprüft werde. „Zunächst planen wir aber nach dem Status quo.“

Von Tobias Lehmann

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