Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Bürgerinitiative baut Protest-Pfeile ab

Jeinsen Bürgerinitiative baut Protest-Pfeile ab

Die Mitglieder der Bürgerinitiative Jeinsen feiern ihren Erfolg: Die Südlink-Trasse wird nicht nur unterirdisch, sondern sogar weit entfernt von Jeinsen gebaut. Die Mitglieder der Initiative haben jetzt die 16 Holzpfeile abgebaut, die für eine Erdverkabelung geworben haben.

Voriger Artikel
30 Säcke voll Müll und eine Nähmaschine
Nächster Artikel
80 Gäste besuchen Hammerflügel-Konzert

Das regnerische Wetter hindert die Aktiven der Bürgerinitiative nicht daran, mit dem Abnehmen des großen Protestpfeils am Ortseingang den Erfolg ihres Einsatzes gebührend zu feiern.Jeinsen Bürgerinitiative

Quelle: Torsten Lippelt

Jeinsen. Nur der Himmel weinte Tränen aus Regentropfen, als Mitglieder der Bürgerinitiative am Samstagvormittag freudig den großen Protestpfeil abschraubten, der seit über zwei Jahren an der Feldscheune von Andreas Kleuker hing. Autofahrern, die aus Pattensen über die Ippenstedter Straße in den Ort hineinfuhren, signalisierte er mit seiner „Pro Erdkabel“-Aufschrift den Wunsch der Jeinser, dass die hier geplante Südlink-Hochspannungstrasse statt mit rund hundert Meter hohen Masten nur mit einer Erdverkabelung umgesetzt werden soll.

Die fröhlichen Gesichter der 16 Anwesenden bei der Pfeildemontage zeugten nun vom Erfolg der Aktion – und sogar auf gleich zwei Ebenen. Denn nach bundesweit ähnlichen Protesten wird die Südlink-Trasse, mit der Strom vom windreichen Norden in den industriestarken Süden geleitet werden soll, nicht nur unterirdisch verlegt, sondern wohl auch auf einer weit von Jeinsen entfernten Strecke.

„Wir haben unser Ziel erreicht. Und wir sind raus aus der Südlink-Trasse“, freute sich im Anschluss an die Pfeilabnahme Gert Bindernagel und stieß zusammen mit seinem Sprecherkollegen Dieter Alm und weiteren Aktiven auf den Erfolg an. Bindernagel lobte die Rückendeckung durch viele Jeinser, aber auch die politische Unterstützung durch die beiden Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD).

„Da Jeinsen in keiner Trassenvariante mehr auftaucht, ist daraus zu folgern, dass wir bei weiteren Planungen dazu nicht mehr betroffen sind“, so Alm. Allerdings warte man noch mit der Freude darüber, bis im April die aktualisierte Planung durch die Bundesnetzagentur verkündet werde.

Für einige der insgesamt rund 20 abmontierten Protestpfeile, die ursprünglich mal von einer hessischen Bürgerinitiative kreiert worden waren, gibt es noch eine Weiterverwendung: „Am 19. Mai präsentiert sich Jeinsen beim Regionswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft der dafür anreisenden Bewertungskommission mit einem Infostand. Da werden wir die Pfeile dann noch einmal als Symbole für Jeinser Engagement nutzen“, sagte Alm. 

Von Torsten Lippelt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x6ghzepnyhlmr3gh6k
Feuer in Wohnhaus war offenbar Brandstiftung

Fotostrecke Pattensen: Feuer in Wohnhaus war offenbar Brandstiftung

Pattensen