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Anwohner bezweifelt Sicherheit der Windräder

Schulenburg Anwohner bezweifelt Sicherheit der Windräder

Defekte Lichter, fehlende Warnschilder: Karl Heinz Iwannek aus Schulenburg bezweifelt die Sicherheit der Windenergieanlage (WEA) Schulenburg-West. Ein Schriftwechsel mit der Region verlief für den Schulenburger ernüchternd. Ein Regionssprecher verweist auf regelmäßige Wartungsintervalle.

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Defekte Lichter, fehlende Warnschilder: Ein Schulenburger macht sich Sorgen um die Sicherheit des Windparks bei seinem Wohnort.

Quelle: Torsten Lippelt

Schulenburg. Iwannek hatte kritisiert, dass die Synchronisation der sogenannten Hindernisbeleuchtung der WEA ausgefallen war. "Um die Störung durch die flackernden Lichter einzuschränken, sollte diese aber funktionieren", forderte er. Außerdem fehlten Warnschilder, die Fußgänger und Radfahrer darauf hinweisen, dass im Winter Eisbrocken von den Windrädern fallen könnten.

Iwannek hatte sich im Juli zunächst an die Stadt Pattensen gewandt. Diese hatte auf die Zuständigkeit der Region verwiesen und die Beschwerde weiter geleitet. Ein Regionsmitarbeiter antwortete im Hochsommer, dass "zurzeit nicht mit Eisabwurf zu rechnen" sei. Außerdem seien die WEA mit einer Eiserkennung ausgestattet. "Diese schaltet die Maschine bei Eisansatz entweder ab, oder es wird eine Blattheizung aktiviert."

Bis eine Antwort zum Thema Synchronisation kam, musste Iwannek aber nochmal nachfragen. Dann wurde ihm mitgeteilt, dass er keinen "Anspruch auf ein Einschreiten einer Behörde" habe. Die Region beabsichtige nicht, "den Betreibern eine synchronisierte Schaltung der Beleuchtung aufzugeben". Die Befeuerung diene der Flugsicherung und müsse nicht zwingend synchron geschaltet sein. Unbeachtet bliebt auch sein Hinweis, dass die Beleuchtungs nachts mehrfach ausgefallen war. Darum werde sich der Betreiber der WEA kümmern, wenn auch Sachverständiger einen Mangel feststellten, hieß es. Enttäuscht wandte sich Iwannek schließlich an die Presse.

Auf eine Anfrage dieser Zeitung hin, erklärte Regionssprecher Klaus Abelmann, dass die Eiswarntschilder überprüft worden seien. Ein Schild sei schlecht lesbar. Grundsätzlich erfolge die Überwachung von WEA "relativ engmaschig", sagte er. Die sicherheitsrelevanten Einrichtungen würden alle zwei bis vier Jahre durch qualifizierte Sachverständige für Windkraftanlagen überprüft.

Die Anlagen des Windparks Schulenburg seien Anfang 2015 durch die Firma Skalia–Eurowings aus Bergen (Rügen) überprüft. Die nächste turnusmäßige Prüfung sei für 2018 vorgesehen. Zwischen diesen Überprüfungen durch externe Firmen seien Wartungen durch die Herstellerfirma vorgeschrieben. Wenn dabei technische Fehler, wie etwa Störungen der Hindernisbefeuerung, festgestellt würden, sei der Betreiber "für die umgehende Mängelbeseitigung zuständig".

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Mit diesen Schildern werden Fußgänger und Radfahrer gewarnt, dass von den Windrädern Eisbrocken herunter fallen können

Quelle: Kim Gallop
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