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Krippe soll ins DGH ziehen

Schulenburg Krippe soll ins DGH ziehen

Weil im Stadtgebiet Krippenplätze gebraucht werden, will die Stadt Pattensen das Dorfgemeinschaftshaus in Schulenburg nutzen. Wenn der Bedarf nach wenigen Jahren wieder gesunken ist, soll das Haus wieder zurückgebaut werden und der Dorfgemeinschaft wieder zur Verfügung stehen.

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Im Dorfgemeinschaftshaus "Alte Schule" an der Schulstraße in Schulenburg soll eine Krippe eingerichtet werden. 

Quelle: Torsten Lippelt

Schulenburg.  Der Dorfgemeinschaft in Schulenburg wird das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) „Alte Schule“ an der Schulstraße bald nicht mehr zur Verfügung stehen.  Die Stadt Pattensen braucht das Gebäude, um dort eine dringend benötigte Krippe einzurichten.  Das DGH soll dafür nur temporär genutzt und dann wieder frei gegeben werden.

Im Ortsrat von Schulenburg war jetzt der aktuelle Kindertagesstättenbedarfsplan Thema und damit auch die Zukunft des DGH und der Dorfgemeinschaft. Letztlich wurde der Kita-Bedarfsplan einstimmig vom Ortsrat als beraten empfohlen. 

Schon im aktuellen Kita-Jahr 2017/18 fehlen im Stadtgebiet Krippenplätze.  In Schulenburg gibt es eine Kindertagesstätte, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Die Einrichtung an der Schulstraße in direkter Nachbarschaft des DGH wurde schon zweimal erweitert. „Das Gelände ist ausgenutzt“, sagt Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann, die während der Ortsratssitzung anwesend war. 

Bisher seien in Schulenburg ausreichende Krippen- und Kindergartenplätze bereit gestellt worden.  Doch jetzt werde durch das Neubaugebiet am Ortsausgang der Bedarf steigen. Zudem würden selten Halbtagsplätze nachgefragt – das sei eine gesellschaftliche Entwicklung -  sondern Dreiviertel- oder Ganztagsplätze. 

„Weil das absehbar war,  hat sich die Stadt schon 2016 auf den Weg gemacht“, sagte die Bürgermeisterin.  Der erste Gedanke sei gewesen, die Krippe auf dem Schulgelände unterzubringen. Das sei aus rechtlichen Grüden nicht möglich. Außerdem würden auch von Familien in Hüpede und Jeinsen Krippenplätze gebraucht. „Eine Krippe muss irgendwo im Stadtgebiet angeboten werden, das  muss nicht zwingend im Ort des Bedarfs sein“, erläuterte Schumann.  Deshalb habe die Stadt „nach einer temporären Lösung gesucht, um uns Luft zu verschaffen“. Im Hinblick auf die Geburtenstatistik müssen schon im Kitajahr 2020/21 wieder ausreichend Krippenplätze für ganz Pattensenz zur Verfügung stehen.

Zu den Möglichkeiten „mieten,  kaufen oder neu bauen“ hätte sich nichts Geeignetes gefunden. Bei leerstehenden Häusern sei ein aufwändiger Umbau nötig, Grundstückskauf und Neubau seien ebenfalls sehr teuer. Deshalb sei der Gedanke aufgekommen, ein städitsches Gebäude – eben das Schulenburger Dorfgemeinschaftshaus – zu nutzen. Für den Umbau seien 100.000 Euro im städtischen Haushalt,  für die Einrichtung 30.000 Euro, ergänzte Schumann. „Voraussetzung ist aber,  dass sich eine Alternative für die bisheringen Nutzergruppen anbietet.“

Ortsbürgermeisterin Svenja Blume berichtete von einem Gespräch,  dass Bürgermeisterin Schumann mit dem Förderverein geführt hat. Das DGH werde nur vorübergehend als Krippe genutzt, sagte Blume,  selbst Schriftführerin im Förderverein des DGH. „Die Möbel werden eingelagert, die Sanitärräume werden nach dem Auszug der Krippe wieder zurückgebaut.“ Es ändere sich nur die Nutzergruppe:  „Der Nutzen für Schulenburg bleibt.“

Glücklicher Weise gebe es im Ort alternative Raumangebote, sagte Blume. Der Deutschunterricht für Flüchtlnge könne in der Schulaula erteilt werden, die Blutspendeaktionen des DRK-Ortsvereins könnten ebenfalls in der Grundschule stattfinden. Kleinere Gruppen könnten sich im Corvinushaus treffen,  dem Gemeinedehaus der Thomaskirche. Zu bedenken sei  auch die  Zukunft des Fördervereins, waren sich Schumann und Blume einig. Der Verein soll  sich nicht auflösen,  sondern für die Übergangszeit beitragsfrei gestellt werden.

Von Kim Gallop

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