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Kritik an neuem Wochenmarkt-Standort

Pattensen-Mitte Kritik an neuem Wochenmarkt-Standort

So richtig zufrieden ist mit dem neuen Standort des Wochenmarkts am Calenberg Center zurzeit niemand: Die in der Innenstadt ansässigen Kaufleute verlieren Kunden, diejenigen am Calenberg Center bekommen Konkurrenz. Selbst die Kaufleute auf dem Markt sind noch zurückhaltend.

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Der erste Tag des Wochenmarkts am Calenberg Center stellt kaum jemanden zufrieden.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. „Es ist zwar mehr Laufkundschaft hier, doch bisher gucken die meisten nur“, sagte eine Verkäuferin am Gemüsestand auf dem Wochenmarkt in Pattensen. Wegen der Sanierung des Marktplatzes musste der Wochenmarkt für die Zeit der Arbeiten umziehen. Die Verwaltung hatte mehrere Standorte in der Innenstadt geprüft, aber keinen geeigneten gefunden, weshalb der Markt seit gestern auf dem Calenberg Center am Stadtrand ist.

Dirk Schröder, Vorsitzender des Unternehmernetzwerks Power, kritisierte die Wahl des Standpunkts. „Wir Kaufleute hätten uns gewünscht, an der Entscheidung beteiligt worden zu sein. Es gibt bestimmt bessere Alternativen als hier“, sagte er. Die Folgen für die Geschäfte in der Innenstadt seien gravierend. „Es gab einen Tag in der Woche, an dem in Pattensens Innenstadt etwas los war: Das war der Tag des Wochenmarkts“, sagte Schröder. Dazu komme, dass der Markt auch ein sozialer Treffpunkt besonders für Senioren war, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. „Die haben keine Möglichkeit hier rauszukommen“, sagte Schröder. Ein Besucher des Markts wies darauf hin, dass es immer zwei Seiten gebe. „Die Bewohner des Pflegewohnstifts an der gegenüberliegenden Koldiner Straße werden sich freuen“, sagte er.

Lutz Ahlers, Filialleiter des Rewe-Marktes, hält sich im Moment noch zurück. „Die Stadt hat uns zuvor gefragt, ob der Markt hier aufgestellt werden kann, und ich habe kein Veto eingelegt. Sonst wäre der Markt möglicherweise komplett gestrichen worden“, sagte Ahlers. Der neue Standort sollte allerdings zeitlich begrenzt bleiben. Der Markt sei mit seinen frischen Waren eine Konkurrenz für die Fisch- und Käsetheken im Einkaufscenter. Ahlers konnte gestern allerdings noch nicht sagen, inwiefern sich das tatsächlich auswirkt. Wichtig ist für Ahlers auch, dass der Markt bei seiner bisherigen Größe von acht bis zehn Ständen bleibt. „Auf 20 oder gar 30 Stände kann er nicht wachsen. Ich brauche die Parkplätze“, sagte er.

Auch die Verkäuferin des Gemüsestandes ist generell der Meinung, dass ein Markt auf den Marktplatz in die Innenstadt gehört. Doch gilt diese Meinung auch noch, wenn sich der Markt am Calenberg Center etabliert und ein Vielfaches an Kunden bekommt, als in der Innenstadt? „Das werden wir dann sehen“, sagte sie.

Von Tobias Lehmann

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