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Kuscheldecke soll Flüchtlingskinder erfreuen

Pattensen Kuscheldecke soll Flüchtlingskinder erfreuen

Eine Kuscheldecke kann Wärme spenden oder einem Kind, dass sich fremd fühlt, Schutz bieten. Hier setzt die Kampagne „mini decki“ an: Jedes Flüchtlingskind soll eine eigene Decke bekommen - ob es nach Pattensen kommt, oder anderswo hin. Dafür setzen sich Sabine Eilers und Martina Götze aus Pattensen ein.

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Wollen Geborgenheit schenken: Sabine Eilers (links) und Martina Götz mit einer Auswahl der farbenfrohen selbstgenähten Decken.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Ihre lokale Initiative entwickelt sich zu einer bundesweiten Aktion. Die seit längerem befreundeten Frauen sind in dem sozialen Netzwerk Facebook auf die mini-decki-Idee der Schweizerin Simone Maurer gestoßen (siehe Kasten). Über diese Plattform fanden sie auch Mitstreiterinnen. „Wir haben seitdem so viele positive Reaktionen, dass ich Gänsehaut bekomme“, sagt Eilers. Die Pattenserinnen nahmen Kontakt zu Simone Maurer auf und erhielten viele Tipps. Etwas konsterniert waren sie, gesteht Götz, als Mauer fragte, ob sie nicht von Pattensen aus ein Netzwerk für ganz Deutschland aufbauen wollten. „Dann haben wir uns gesagt: Das kriegen wir hin“, sagt Eilers und lacht. Verteilt werden die Decken über lokale Flüchtlingsnetzwerke.

Bisher verfügen Eilers und Götz Action-Teams - also selbstständig organisierte Mitstreiter - in Bayern, Berlin, Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein. „Wir wünschen uns, dass sich für jede größere Stadt oder Region jemand findet“, sagt Götz. Eine detaillierte Nähanweisung auf ihrer Internetseite minidecki.de hilft weiter. Genäht werden die 1,40 mal 2 Meter großen Decken aus alter Kinderbettwäsche oder anderem waschbarem Baumwollstoff mit bunten, fröhlichen Motiven. Anfang September werden die ersten Decken an zwei Dutzend Flüchtlingskinder übergeben, die bereits in Pattensen leben.

Von Kim Gallop

Schweizer Mutter will Flüchtlingen Wärme geben

Die dreifache Mutter Simone Maurer lebt in Rütihof im Schweizer Kanton Aargau. Sie hatte das Projekt „mini decki“ – das ist Schwyzerdeutsch für „meine Decke“ – mit einem Blogeintrag am 18. Dezember 2014 angestoßen (minidecki.blogspot.de).

Die Idee: Möglichst jedes Kind, das als Flüchtling in die Schweiz kommt, soll anstelle einer unpersönlichen, eine eigene, kuschelige Decke erhalten. In der Aargauer Zeitung wird Maurer mit diesen Worten zitiert: „Anders als ein Spielzeug, das mit der Zeit uninteressant wird, vermittelt eine Decke den Kindern Geborgenheit in einer neuen Heimat und begleitet sie über eine längere Zeit.“ Maurer war überwältigt von dem großen Zuspruch. Sie hat das Label entwickelt mit den Schriftzug „mini decki“ und dem Stern. Es macht jede Decke zum Original. Es ist rot in der Schweiz und blau für Deutschland.

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