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Landwirt beantragt Bau von Legehennen-Stall

Pattensen-Mitte Landwirt beantragt Bau von Legehennen-Stall

Landwirt Jobst Lütgeharm stellt demnächst bei der Region den Bauantrag für einen Legehennenstall in Pattensen-Mitte. Der künftige Betriebsleiter stellte seine Pläne für die Produktion von Bio-Eiern jetzt dem Ortsverband der Grünen vor. Die Pattenser Grünen unterstützen das Projekt.

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Schauen sich den Standort des Legehennenstalls an: Eleni Kyriazaki (von links) mit Hund Frida, Heike Lütgeharm mit Hund Fritz, der künftige Betriebsleiter Jobst Lütgeharm, Uwe Hammerschmidt und Gabriele Hiller.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Der Landwirt hatte ursprünglich geplant, einen Putenmaststall zu errichten. Aus Protest gegen diese Pläne hatte sich die Bürgerinitiative (BI) Pattensen gegründet. Die Grünen, beraten von der Grünen-Landtagsabgeordneten und Agrarwissenschaftlerin Regina Asendorf (Laatzen), hatten dem Landwirt den Anstoß gegeben, von der konventionellen auf ökologische Landwirtschft umzustellen. Damit die Umstellung und die Eierproduktion als ökologisch anerkannt werden, berät der Verband Naturland den Landwirt.

Bei dem Info-Gespräch waren die Grünen-Ratsmitglieder Michael Dreves, Uwe Hammerschmidt und Sandra Stets dabei, Ortsratsmitglied Eleni Kyirazaki sowie das langjährige Ratsmitglied Gabriele Hiller. Die Auflagen für ein solches Projekt seien enorm, sagte Herbert Lütgeharm, der mit seiner Frau Heike Lütgeharm die Pläne des Sohnes unterstützt. Dabei geht es um Brand- und Naturschutz. Ein ganzes Jahr habe allein die Begutachtung für das Vorkommen von geschützten Tieren wie Feldhamster, aber auch Rebhuhn und Feldlerche gedauert. "Hamster gibt es reichlich in der Gegend, und wir wollen den Hamster auch gar nicht weghaben", versicherte Jobst Lütgeharm. Deshalb werde der Zaun um die Fläche auch durchlässig für den Hamster. Es würden sogar einige Halbstamm-Apfelbäume angeplanzt, denn Hamster und auch Hühner ließen sich "auch mal einen Apfel schmecken".

Gebaut wird auf einer 5 Hektar großen Ackerfläche, die in der Verlängerung des Piester Wegs bei der Bundesstraße 3 liegt. Dort sollen vier Ställe für jeweils 3000 Tiere errichtet werden.  "Die Tiere werden in vier Einzelgruppen betreut", erläuterte Jobst Lütgeharm. Die Hennen haben auf dem eingezäunten Gelände Auslauf. Zu den etwa 800 Meter entfernt liegenden Wohnhäusern hin gibt es einen Sichtschutz aus Büschen. Für die Legehennen werden als Deckung - vor allem als Schutz vor dem Habicht - Buschreihen und Mais gepflanzt und kleine Tunnel aus Weidenruten errichtet.

Die vier Ställe würden blick- und schalldicht voneinander getrennt, die Ausläufe seien ebenfalls voneinander getrennt, sagt der Bauherr. Es sollen immer zwei Altersgruppen gehalten werden, damit es für die Direktvermarktung kontinuierlich Eier gibt. Die Bio-Eier sollen zunächst auf dem Hof der Familie Lütgeharm verkauft werden, später könnten noch andere Abnehmer dazu kommen.

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