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Laura Storch leitet ihre letzte Ratssitzung

Pattensen Laura Storch leitet ihre letzte Ratssitzung

Pattensens 26-jährige Ratsvorsitzende Laura Storch (CDU) leitet am Mittwoch ihre letzte Sitzung. Sie blickt auf drei aufregende Jahre zurück und rät jungen Erwachsenen, sich ebenso politisch zu engagieren.

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Laura Storch will ihre Heimatstadt Pattensen auch von Berlin aus im Blick behalten. 

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. Noch eine halbe Stunde vor Beginn der Ratssitzung Ende Dezember 2012 ahnte die damals 23-jährige Laura Storch noch nicht, dass sie einstimmig zur Vorsitzenden des höchsten politischen Gremiums der Stadt gewählt werden würde. „Ich dachte, ich sollte den Posten der Stellvertreterin bekommen“, sagt sie. Doch da die SPD auf einen Kandidaten verzichtete, einigten sich die Ratsmitglieder darauf, ihr jüngstes Mitglied an die Spitze zu wählen. „Das war schon etwas Besonderes für mich.“

Zu Beginn sei es aufregend gewesen. „Ich saß plötzlich räumlich getrennt von meiner Fraktion und musste neutral den Pattenser Rat leiten“, sagt Storch. Doch sie habe von Mitgliedern aller Parteien viel Unterstützung bekommen und sei so „in diese Aufgabe hineingewachsen“. Dass die Ratsmitglieder Storch mit diesem Amt betreuten, hing auch mit dem Respekt vor ihrem Wahlergebnis im Kommunalwahlkampf 2011 zusammen. „Ich hatte einen relativ schlechten Listenplatz, auf dem normalerweise niemand gewählt wird. Doch ich bin dann in Pattensen von Haus zu Haus gezogen und habe mich persönlich bekannt gemacht“, sagt die 26-Jährige. So wurde sie direkt in den Rat gewählt. Storch blickt jetzt auf viele Erfahrungen zurück, die sie als positiv beurteilt. „Als Politiker befasst man sich mit sehr unterschiedlichen Themen, was sehr spannend ist.“ Auch die sehr enge Zusammenarbeit mit Parteikollegen aus allen Altersgruppen habe sie reifen lassen. „Das ist eine Erfahrung, die in dieser Form nicht viele Menschen in jungen Jahren machen.“ Die Pattenserin rät auch anderen jungen Erwachsenen, sich im Kommunalwahlkampf im nächsten Jahr zu engagieren. „Politik macht Spaß und ist gleichzeitig lehrreich“, betont sie.

Storch beendet in diesen Tagen ihren Masterstudiengang der Politischen Wissenschaft an der Leibniz Universität Hannover und zieht im Anschluss aus beruflichen Gründen nach Berlin. „Ich wäre gern weiterhin Mitglied des Pattenser Rates geblieben, doch von Berlin aus macht das keinen Sinn“, sagt sie. Storch will die Ereignisse in Pattensen aber weiterhin verfolgen. „Ich bleibe der Stadt verbunden. Schließlich lebt meine Familie auch hier.“

Storch eröffnet ihre letzte Ratssitzung als Vorsitzende am Mittwoch um 19 Uhr im Ratskellersaal.

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