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Acker dient Erhalt der Artenvielfalt

Jeinsen Acker dient Erhalt der Artenvielfalt

Zwischen Stangenbohnen wachsen Apfelgurken, wenige Schritte weiter blüht der Leinen hellblau und daneben stehen Zucchini und Tomaten. Was zunächst wie wild zusammengewürfelt wirkt, hat System: Sibylle Maurer-Wohlatz setzt sich für die Artenvielfalt von Nutzpflanzen ein. Ihren Acker zeigt sie in der Reihe Offene Pforte.

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Sibylle Maurer-Wohlatz und Dietrich Wohlatz setzten sich in Jeinsen für den Erhalt der Artenvielfalt bei Nutzpflanzen ein.

Quelle: Lisa Malecha

Jeinsen. Stangenbohnen, Apfelgurken, Ostfriesische Palmen - eine Grünkohlsorte - Salate, Paprika und Chilis wachsen neben Klee, Leinen, Mohn und Borretsch. "Auch ein paar Blumen sind dazwischen", sagt Sibylle Maurer-Wohlatz, Geschäftsführerin vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Hannover. Denn die Blumen locken die Bienen und Insekten an. Sie und ihr Ehemann Dietrich Wohlatz achten auf ihrem Acker bei Jeinsen auf Biodiversität.

Diese ist laut dem Ehepaar in Gefahr: Seit 1900 sind in Europa mehr als 90 Prozent aller Kulturpflanzensorten ausgestorben. Damit sich das ändert, setzt das Ehepaar auf ihrem Acker in Jeinsen auf die Zucht von traditionellen Nutzpflanzen aus der ganzen Welt. Die Beiden tauschen und verschenken ihre Samen auch weltweit. Nepal, Tansania und Syrien sind nur einige Länder, in denen das Saatgut aus Jeinsen mittlerweile wächst. "Wir spenden an Länder, in denen es kaum Saatgut gibt. Ansonsten wird getauscht", erläutert Maurer-Wohlatz. 60 verschiedene Nutzpflanzensorten sind auf ihrem Acker zu finden: von Tomaten aus Kasachstan bis hin zu indianischem Mais.

Warum sich das Ehepaar für den Erhalt der Pflanzenvielfalt einsetzt und worauf beim Anbau von Nutzpflanzen geachtet werden muss, darüber können sich Interessierte in der Reihe Offene Pforte informieren. "Es ist eine tolle Chance Erfahrungen auszutauschen und darüber ins Gespräch zu kommen, was im Garten alles gemacht werden kann", sagt Maurer-Wohlatz. Wer sich den Acker anschauen möchte, wird gebeten sich per  E-Mail an bund.Hannover@bund.net bis Montag, 25. Juli, anzumelden. Den genauen Termin und Treffpunkt teilt Maurer-Wohlatz dann mit.

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Von Lisa Malecha

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