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In der neuen Ratsperiode sollen mehr Frauen mitwirken

Pattensen In der neuen Ratsperiode sollen mehr Frauen mitwirken

Mehr Frauen in die Kommunalpolitik: Das fordert die Pattenser CDU, deren Ratsfraktion zurzeit mit drei Mitgliedern die meisten Frauen in dem Gremium hat. Die Kandidatinnen sagen, welche Vorteile Frauen gegenüber den Männern haben.

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Treten für die CDU im Wahlkampf an oder unterstützen ihn aktiv: Astrid Schunder (obere Reihe von links), Friedericke Nussbaum, Margret Zieseniß, Marita Tillmann, Gisela Möller (mittlere Reihe von links), Rosemarie Sander, Nadin Uschner, Anja Biber, Julia Recke (untere Reihe von links), Pauline Horn, Svenja Blume und Sabine Mörlins-Hoffmann.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. Anja Biber hat es eilig. Direkt nach einem Termin mit dieser Zeitung muss sie die Hausaufgaben ihrer Kinder betreuen. Biber tritt in der Kommunalwahl als CDU-Kandidatin für den Ortsrat in Koldingen an. Sie ist seit zwei Jahren Vorsitzende des Elternrates der Grundschule Pattensen. "Es gefällt mir, etwas aktiv zu gestalten. Jetzt will ich mich auch für meinen Ort einsetzen", sagt sie. Weitere Frauen, die für die CDU kandidieren wie Julia Recke oder Svenja Blume, haben einen ähnlichen Werdegang: erst Mitarbeit in einem im Verein, dann der Schritt in die Politik. Das Besondere: Alle drei sind auch Mütter.

"Es ist toll, dass heute beides möglich ist: das Organisieren des Familienlebens und aktive Arbeit in der Politik", sagt Rosemarie Sander, Vorstandsmitglied der Frauenunion. Noch vor 50 Jahren sei dies gesellschaftlich nicht möglich gewesen. Margret Zieseniß, Ratsfrau und Vorsitzende der Frauenunion, ruft Frauen dazu auf, sich aktiv zu engagieren. "Wir sollten unsere eigenen Schwerpunkte setzen", sagt sie.

Aus Sicht der Ratsvorsitzenden Recke ist es ein Vorteil von Frauen, dass sie die organisatorischen Erfahrungen des Familienlebens in die Politik einbringen können. In den meisten Fällen seien es auch in der heutigen Zeit noch Frauen, die das Familienleben organisieren. Erst in den jüngeren Generationen werde es üblicher, dass auch Männer die Elternzeit nehmen. Auch der Ehemann der 39-jährigen Immobilienkauffrau hat sich ein Jahr um die gemeinsamen Kinder gekümmert.

Recke sieht noch einen weiteren Vorteil von Frauen. Ihnen falle das Suchen nach einem Kompromiss, der alle Meinungen berücksichtigt, häufig leichter. "Männer sehen meist ein entweder-oder, Frauen eher ein eventuell", ergänzt die 79-jährige Ratsfrau Marita Tillmann. Alle bereits aktiven CDU-Kommunalpolitikerinnen sind sich allerdings einig, dass auf der politischen Ebene in Pattensen Respekt untereinander unabhängig vom Geschlecht herrscht. Zurzeit sind von den 29 Ratssitzen in Pattensen sechs von Frauen besetzt. Das entspricht einer Quote von 21 Prozent.

Für die kommende Wahl in den Stadtrat sind sieben von 31 CDU-Kandidaten weiblich. Wie sieht es bei den anderen Parteien aus? Zwei Beispiele: Bei der SPD sind es acht von 20. Bei CDU und SPD steht bereits auf dem zweiten Listenplatz jeweils eine Frau. Bei den Bündnisgrünen sind zwei von vier Kandidaten weiblich.

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