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Mehr Windkraft bringt Energiewende nicht weiter

Schulenburg Mehr Windkraft bringt Energiewende nicht weiter

Mehr Windkraft - ob in Schulenburg oder sonstwo - bringt die Energiewende nicht weiter. Das sagt Klaus Iffland. Er hielt am Dienstagabend in Schulenburg einen gut besuchten Vortrag. Jetzt wird eine Bürgerinitiative gegründet, die weitere Belastungen für Schulenburg verhindern soll.

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So könnte der Blick vom Spielplatz an der Erfurter Straße in Schulenburg aussehen, wenn neben die vorhandene Anlage (rechts) noch ein 200 Meter hohes Windrad gebaut wird.

Quelle: Klaus Iffland

Schulenburg. Gut 70 Zuhörer waren ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Schulenburg-Calenberg hatte eingeladen. Der Diplom-Mathematiker Iffland ist Mitglied und Ortsbürgermeisterkandidat der UWG.

Er hielt in freier Rede, mit Fotos und Tabellen unterstützt, einen gut zweistündigen Vortrag. Dabei schilderte Iffland sehr ausführlich die Hintergründe der Energiewende - vom politischen Beschluss, alle Atom- und Kohlekraftwerke abzuschalten, über den Ausbau von Solar- und Windenergie bis zu den Versäumnissen und Problemen. Das Publikum stellte viele und meist fachlich recht fundierte Fragen. Die Stimmung, gerade beim Thema Atomkraft, drohte mehrmals zu kippen. "Diese Diskussion will ich hier jetzt nicht führen", sagte Iffland dann.

Anlass für den Vortrag ist die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) durch die Region Hannover. Dabei sollen bei Schulenburg sogenannte Vorrangflächen ausgewiesen werden, die einen erheblichen Ausbau der Windparks möglich machen. Iffland zeigte anhand einer Fotomontage, wie eines der geplanten 200 Meter hohen Windräder wirken würde.

Eines seiner Hauptargumente ist aber nicht die Verschandelung der Landschaft, sondern der Hinweis, dass noch mehr Windenergieanlagen (WEA) in Schulenburg oder sonstwo die Energiewende nicht voran bringen. Nach Aussagen von Iffland wird durch noch mehr WEA nicht noch mehr Strom produziert. Der Grund: Es fehlt an effektiven Speichern, mit denen Energie bewahrt werden kann, wenn sie im Moment der Produktion nicht gebraucht wird. Außerdem warnte Iffland vor den gesundheitlichen Risiken für die Anwohner, die dem Dauerlärm durch die großen Rotoren ausgesetzt sind, und vor dem Wertverlust von privaten Immobilien in Schulenburg.

Iffland kündigte die Gründung einer Bürgerinitiative (BI) an, die gegen noch mehr WEA bei Schulenburg kämpfen wird. Mehr als die Hälfte der Zuhörer trugen sich als Unterstützer der BI in eine Unterschriftenliste ein. Als erstes werde er Kontakt zu den Freien Wählern in der Regionsversammlung aufnehmen, sagte Iffland am Mittwoch. "Die Freien Wähler teilen in vielen Punkten meine Meinung", sagte er. Die Regionsabgeordneten entscheiden über den RROP. Pattensen hat keinen eigenen Vertreter in der Regionsversammlung.

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Klaus Iffland informiert über die Energiewende allgemein und die Belastungen durch die Windkraft für Schulenburg.

Quelle: Kim Gallop
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