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Manchmal fehlt ein Gegenüber

Pattensen Manchmal fehlt ein Gegenüber

Das Projekt Miteinander in Pattensen hat sich positiv entwickelt. So lautet das Fazit von Simone Junggebauer vom Pflegestützpunkt Calenberger Land, die das Projekt koordiniert.

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Simone Junggebauer (von links), Rosemarie Peker, Frank Förster und Annette Köppel sprechen über das Projekt Miteinander in Pattensen.

Quelle: Gallop

Pattensen. Ein halbes Dutzend geschulte Ehrenamtliche betreuen regelmäßig ebenso viele Senioren. Ziel ist es, Menschen vor Isolation zu bewahren, die wegen Alter, Behinderung oder Krankheit wenig Kontakt haben.

Junggebauer hat persönlich mit den Betreuern und den an Betreuung Interessierten gesprochen, um die richtigen Menschen zusammenzubringen. „Jede Situation ist individuell“, sagt sie. „Es haben schon sehr schöne Begegnungen stattgefunden.“

Rosemarie Peker geht mit einer Dame regelmäßig zum Einkaufen oder fährt sie mit ihrer Katze zum Tierarzt. „Sie kann mich jederzeit anrufen“, sagt Peker. Kein Mensch solle das Gefühl haben, ganz allein dazustehen, bekräftigt sie. Junggebauer berichtet von einer Frau, die noch sehr aktiv und mobil ist. Doch nun wollte wie ihr Auto verkaufen, und seit dem Tod ihres Mannes „fehlte ihr ein Gegenüber, mit dem sie sich über so eine wichtige Angelegenheit besprechen kann“. Frank Förster, ehrenamtlicher Seniorenbeauftragter für Pattensen, hat die 50 Stunden umfassende Schulung ebenfalls mitgemacht. Er hat noch niemanden, den er betreuen kann, er hat aber schon Vorstellungen. „Ich bin eher der praktische Typ“, sagt er zu Koordinatorin Junggebauer, „ich eigne mich weniger als Partner zum Kartenspielen.“

Kooperationspartner für das vom Bund geförderte Projekt ist Mobile, der Trägerverein des Mehrgenerationenhauses (MGH). Mobile-Vorsitzende Annette Köppel sagt: „Miteinander in Pattensen ist eine gute Ergänzung zu unserem Angebot. Da haben beide Seiten etwas davon.“ Simone Junggebauer ist immer mittwochs zwischen 9 und 11 Uhr im MGH, Göttinger Straße 25a, zu sprechen - persönlich oder telefonisch unter (0 51 01) 10 90 30. Es können sich Menschen melden, die betreut werden möchten, oder auch Interessierte, die sich ab September als Betreuer schulen lassen wollen.

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