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Bauherren sollen Straßen nicht mehr benutzen

Pattensen-Mitte Bauherren sollen Straßen nicht mehr benutzen

Der seit Jahren schwelende Streit zwischen der Stadt Pattensen und dem Bauinvestor Werretal nimmt eine neue Wendung: Bauherren, die im 3. Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord ein städtisches Grundstück gekauft haben, sollen die Baustraßen nicht mehr benutzen dürfen.

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Nach Ansicht von Werretal sollen die Käufer von städtischen Grundstücken die Baustraßen im 3. Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord nicht mehr befahren dürfen.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Im 3. Bauabschnitt gibt es etwa 130 Bauplätze, die zu zwei Dritteln von Werretal und zu einem Drittel von der Stadt vermarktet werden. Die Käufer städtischer Grundstücke haben jetzt von Werretal einen Brief erhalten. Darin steht, dass die Baustraßen von der Stadt noch nicht abgenommen worden sind. Deshalb untersage Werretal den städtischen Kunden die Nutzung dieser Straßen.

Nach Auskunft von Andrea Steding, Sprecherin der Stadt Pattensen, ist die Firma Werretal zu einem solchen Verbot nicht befugt. "Das könnte nur die Bauaufsicht der Region, und die hat das nicht vor", sagte Steding am Freitag. "Jeder Bauherr kann diesen Brief getrost ignorieren. Die Straßen dort darf jeder benutzen." Die Stadt habe die Angelegenheit ihrem Anwalt übergeben. Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann sagte: "Das ist ein unverantwortlicher Umgang mit den Bauherren. Es ist unklar, was damit bezweckt wird."

Bei der Frage nach den Baustraßen bestätigte Steding, dass die Stadt diese noch nicht abgenommen habe. Es seien "noch Kleinigkeiten zu erledigen", dies sei noch nicht geschehen. Deshalb habe die Stadt das Abnahmeprotokoll nicht unterzeichnet.

"Ich finde die Situation auch nicht glücklich", sagte Udo Helling, der Geschäftsführer von Werretal, am Freitag. Er bestätigte, dass die Schreiben mit dem Straßenbenutzungsverbot an die städtischen Kunden geschickt wurden. Sein Anwalt habe die Sache zuvor geprüft und Werretal dürfe das Verbot aussprechen. "Es ist nicht möglich, zu städtischen Grundstücken zu kommen, ohne Werretal-Straßen zu befahren", ergänzte Helling.

Auf die Frage, was Bauherren machen sollen, die dann ihr Grundstück nicht mehr erreichen können, sagte Helling, sie sollten sich an die Stadt wenden. "Der Grund für das Verbot ist, dass die Stadt die Abnahme der Straßen verweigert." Werretal habe die Straßen abgenommen, denn sie seien "abnahmefähig". Was daran nicht in Ordnung sei, wisse er nicht, so Helling. "Die Stadt redet nicht mit uns." Außerdem zahle die Stadt nicht die vertraglich vereinbarten Erschließungskosten. Werretal sei interessiert daran, die ganze Angelegenheit "ohne Prozess zu regeln", betonte Helling.

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Im Neubaugebiet herrscht rege Bautätigkeit - ob auf städtischen Grundstücken, oder auf denen von Werretal.

Quelle: Kim Gallop
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