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Parteien stellen Fragen an KGS-Direktor

Pattensen Parteien stellen Fragen an KGS-Direktor

Andreas Lust-Rodehorst bleibt Direktor der Ernst-Reuter-Schule (KGS) in Pattensen. Der Einstellungsprozess lief aber nicht so reibungslos ab, wie erwartet. Zwischenzeitlich stockte das Verfahren, weil die Ratsmehrheit - ohne die CDU - einige Fragen an den Schulleiter hatte. Was war geschehen?

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Direktor Andreas Lust-Rodehorst (rechts) mit Bürgermeisterin Ramona Schumann (von links) und dem Ersten Stadtrat Axel Müller bei der Grundsteinledung für den Neubau der KGS Pattensen.cv

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Andreas Lust-Rodehorst ist seit dem 1. Februar 2010 Gesamtschuldirektor. Die Stelle lief nach 7 Jahren aus und wurde neu ausgeschrieben. Lust-Rodehorst war der einzige Bewerber. Im Schulausschuss wurde im Februar die Einstellung in geheimer Abstimmung von den Ausschussmitgliedern mit 5 Ja- und 7 Nein-Stimmen abgelehnt. Ein Schock - nicht nur für den düpierten Lust-Rodehorst.

Von der CDU-Ratsfraktion wurden im Anschluss schwere Vorwürfe gegen die anderen Fraktionen erhoben. Sie hätten "das Amt des KGS-Rektors beschädigt", hieß es. Die anderen Parteien erklärten lediglich, dass sie Fragen an den Schulleiter hätten.

Dass es offenbar schon länger eine Kommunikationsstörung zwischen Teilen der Politik und der Schulleitung gab, wurde spätestens im Dezember öffentlich. Da reagierten einige Politiker irritiert, dass die Ernst-Reuter-Schule nach einem neuen Namen sucht. Auch Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) forderte mehr Zeit für die Namenssuche, die schon im Februar abgeschlossen sein sollte.

Die Gespräche zwischen Schulleitung und Politik haben inzwischen stattgefunden. Im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss gab es dann einen einstimmigen Beschluss, dass Lust-Rodehorst Direktor der KGS bleibt. Die CDU hatte nicht an den vertraulichen Gesprächen teilgenommen. "Da wir keine Probleme mit der Wiederbesetzung haben und bereits seit Jahren regelmäßig mit der Schulleitung im Gespräch sind, haben wir uns an dieser Zusammenkunft als CDU nicht beteiligt", sagt Fraktionsvorsitzender Horst Bötger dazu.

Die anderen Fraktionsvorsitzenden bleiben bei Nachfragen vage. "Es haben Sachen im Raum gestanden, die erstmal aus dem Weg geräumt werden mussten", sagt Andreas Ohlendorf (SPD). Den Verdacht, dass es die Sozialdemokraten übel nehmen, dass möglicherweise der Name Ernst Reuter geändert wird, weist Ohlendorf zurück. Für die Unabhängigen von UWG und UWJ sagt Dirk Meyer, es habe an Kommunikation gefehlt: "Wir waren erschrocken über einige Aktivitäten der Schule, von denen wir erst aus der Zeitung erfahren haben." Werner Fischer (Freie Wähler) sagt: "Wir fragen nach und entscheiden dann. Wir hatten Fragen, die zu unserer Zufriedenheit beantwortet wurden." Sandra Stets (Grüne) erklärt: "Wir sind alle neu im Rat und haben das Gespräch genutzt, um Herrn Lust-Rodehorst kennen zu lernen."

"Pflicht der Politik, nachzufragen": Ein Kommentar zum Thema

Seit sieben Jahren ist Andreas Lust-Rodehorst der Direktor der Ernst-Reuter-Schule. Da gibt es sicherlich genug Berührungspunkte mit der Politik. Nicht zuletzt bei der Erweiterung der Schule, die endlich bis zum Abitur führt. Oder bei der Planung des millionenschweren Neubaus, der gerade hochgezogen wurde. Warum konnten die Ratspolitiker ihre Fragen nicht vorher stellen? Wenn sie das Gefühl gehabt hätten, an der KGS läuft nicht alles rund, hätten sie sogar die Pflicht gehabt, sofort nachzufragen.

Irritierend bleibt aber auch die Haltung der CDU. Die Christdemokraten hätten sich nicht so isolieren dürfen, sondern hätten an den Gesprächen mit der Schulleitung teilnehmen müssen. Und sei es nur, um ihrem angeblichen Wunschkandidaten – falls nötig – den Rücken zu stärken. 

Von Kim Gallop

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