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Vor dem Rathaus lauern wilde Pokémons

Pattensen Vor dem Rathaus lauern wilde Pokémons

Die Begeisterung für das Spiel Pokémon Go ist auch in Pattensen groß. Stadtsprecherin Andrea Steding teilt mit, dass unter anderem am Marktplatz eine Arena und am Rathaus sowie am Bürgerbüro ein Pokéstop sei. Der Pattenser Niklas Ohlendorf spricht mit dieser Zeitung über die Faszination des Spiels.

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Das Smartphone zeigt die reale Umgebung an. An der Hofstraße in Pattensen ist zum Beispiel ein Pokéstop.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. Am Rathaus können jetzt Fantasiewesen gefangen werden. Steding gehört zwar selbst nicht zu den Spielern, doch die Sprecherin kennt sich aus. "An den Pokéstops lassen sich mit Lockmodulen wilde Pokémons anlocken. Damit wird das Rathaus auch für eine junge Altersgruppe interessant", sagt sie. Dazu gehört unter anderem der 18-jährige Niklas Ohlendorf, der das Spiel direkt nach der Veröffentlichung vor rund drei Wochen herunter geladen hat. „Auf dem Smartphone gab es bisher kein Spiel, das mich so gefesselt hat“, sagt er.

Noch in der Nacht zuvor war er mit Freunden bis weit nach Mitternacht in Hannover unterwegs, um Pokémons zu jagen und hat dabei den seltenen Elekid gefangen. Elekid ist einer von 146 Pokémons, die zurzeit weltweit von Spielern gejagt werden können. Die Spieler bekommen auf ihrem Smartphone eine Karte ihrer realen Umgebung mitsamt den Pokéstops und Arenen angezeigt. An den Pokéstops können die Fantasiewesen gefangen und in den Arenen bekämpft werden. 

Ohlendorf lobt an Pokémon Go, dass es gemeinsam mit Freunden unter freiem Himmel gespielt werden kann. Das ist auch in Pattensen möglich, etwa am Marktplatz. Das Problem: Das Spiel basiert auf einer Google-Maps-Karte aus dem Jahr 2012. „Die Arena auf dem Marktplatz in Pattensen wird zum Beispiel an dem Brunnen angezeigt, den es seit der Sanierung gar nicht mehr gibt“, sagt Ohlendorf. Er hat deshalb bereits das Unternehmen Niantic Labs angeschrieben, das das Spiel entwickelt hat, damit die Karte aktualisiert wird. „Dass Spieler solche Anregungen geben, ist üblich. Wenn sich an einem Ort zu wenig Pokéstops befinden, wird das auf Anregung der Spieler auch geändert“, sagt er.

Das Spiel wird von Datenschützern kritisiert. Der Nutzer stimmt zu Beginn zu, dass sein Bewegungsprofil aufgezeichnet wird. Das Unternehmen behält sich vor, die Daten an Behörden weiterzuleiten, sollte dies gewünscht werden. „Über Funkmasten kann unser Bewegungsprofil sowieso nachvollzogen werden. Da macht mir der Datenschutz einiger sozialer Medien mehr Sorgen, die sogar von den Nutzern geschriebene Nachrichten mitlesen können“, sagt Ohlendorf.

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Der 18-jährige Niklas Ohlendorf geht in Pattensen auf die Jagd nach neuen Pokémons.

Quelle: Tobias Lehmann
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