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Filmemacher will in Pattensen drehen

Pattensen/Wilkenburg Filmemacher will in Pattensen drehen

Wer mit Norbert Peter und Dirk Schröder über ihr gemeinsames Projekt spricht, spürt ihren Enthusiasmus in jedem Satz. Der Pattenser Unternehmer und der Filmemacher wollen an verschiedenen Stellen in Pattensen einen Spielfilm drehen. Der Titel steht schon fest: „Mut“.

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Hier soll gedreht werden: die Initiatoren Norbert Peter (links) und Dirk Schröder auf dem Pattenser Marktplatz.

Quelle: Philipp Westphal

Pattensen/Wilkenburg. Zur Handlung verraten die Initiatoren bisher nicht viel: Der Zuschauer verfolge die Geschichte eines 13-jährigen Schülers, der mehr über die Anschläge in den USA am 11. September 2001 in Erfahrung bringen will. Als er auf „die Ungereimtheiten stößt und diese völlig unbedarft vorträgt, wird er von seinem Lehrer fast von der Schule geworfen“, heißt es auf der Internetseite zum Film. Und: „Dieser Film wird zeigen, wie der 13-jährige Magnus durch das Schulsystem zurechtgebogen wird, um perfekt und systemkonform zu funktionieren.“ Peter bemüht sich zu versichern, dass der Film junge Menschen nur zum Nachdenken anregen solle. „Es geht nicht darum, dem Zuschauer eine Meinung aufzuzwingen.“

Etwa die Hälfte des Films soll in Pattensen gedreht werden. So sind unter anderem Szenen auf dem Marktplatz, in einer Schule und in einem Hotel geplant. Weitere Drehorte sind in Heilbronn und in der Schweiz. Die Idee sei ihm Anfang des Jahres gekommen, berichtet Peter. Als der Filmemacher dem Unternehmer von seiner Idee erzählte, war der so begeistert, dass Schröder seine Hilfe bei der Umsetzung anbot.

Die Aufgabenverteilung zwischen den beiden ist klar: Peter übernimmt den kreativen Teil, arbeitet am Drehbuch und wird den Film mit seiner Wilkenburger Firma Xineloyd produzieren. Dirk Schröder ist als Netzwerker vor Ort gefragt. „Als Vorsitzender im Unternehmensnetzwerk Power in Pattensen habe ich viele Kontakte“, sagt Schröder, „deshalb ist es viel leichter, in der Stadt Drehorte zu finden.“

Zusammen werben die beiden derzeit für ihre Idee. Eine Webseite zum Projekt ist eingerichtet, genau wie eine Facebook-Seite. Dort berichten die Macher etwa, dass auch Börsenmakler Dirk Müller („Mister Dax“) zugesagt habe. „Wir suchen noch nach Sponsoren“, sagt Peter, für den es die erste Spielfilm-Produktion ist. Von den bisherigen Reaktionen auf den Filmdreh zeigen sich beide begeistert. „In den sozialen Netzwerken schlägt unser Vorhaben schon Wellen“, berichtet Schröder. Vielfach sei ihm bereits Unterstützung angeboten worden.

Langfristig ist geplant, den Film auf Festivals zu zeigen und wenn möglich auch ins Kino zu bringen. „Falls das nicht klappen sollte, ist es aber auch kein Weltuntergang“, sagt Peter. „Der Dreh ist für mich eine Herzensangelegenheit. Dass der Film fertiggestellt wird, steht im Vordergrund.“ Profit müsse das Projekt nicht zwangsläufig abwerfen.     

Von Philipp Westphal

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