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Altstadtsanierung geht in die letzte Runde

Pattensen-Mitte Altstadtsanierung geht in die letzte Runde

Die Altstadtsanierung in Pattensen hat seit 2009 das Gesicht der Kernstadt verändert. Kürzlich gab Bürgermeisterin Ramona Schumann bekannt, dass wieder 300.000 Euro für das Programm bewilligt wurden. Der Geldsegen fließt aber nicht unbegrenzt: Das Programm könnte 2019 oder 2020 auslaufen.

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Das prächtige Haus an der Dammstraße ist im Rahmen der Altstadtsanierung umfangreich hergerichtet worden.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die Stadt Pattensen hatte sich erfolgreich um die Aufnahme in das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz beworben. Seitdem werden mit Zuschüssen von Bund, Land und eigenen Mitteln der Kommune Straßen, Wege und Plätze saniert und denkmalgereicht umgestaltet.

Dazu kommt ein Zuschussprogramm für private Immobilienbesitzer, die ihr Gebäude denkmalgerecht sanieren oder gestalten wollen. Ein Sanierungsbeirat entscheidet über die Zuteilung von Fördermitteln. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Bauherr mit den Denkmalschützern zusammen arbeitet. Das lässt immer noch Hausbesitzer zurück schrecken, weil sie fürchten, dass das Projekt trotz öffentlicher Zuschüsse zu teuer für sie wird.

Das Programm gilt nur für ein vom Rat beschlossenes Sanierungsgebiet, das sich weitgehend mit der historischen Altstadt von Pattensen-Mitte deckt. Fachlich betreut wird es vom Sanierungsträger BauBeCon aus Bremen. Die Stadt Pattensen hat mit einer großen Auftraktveranstaltung, vielen Anliegerversammlungen und auch sogenannten Sanierertreffs für das Großprojekt geworben. Bei diesen Sanierertreffs, zu denen auch örtliche Handwerksbetriebe eingeladen waren, stellten Immobilienbesitzer anderen Interessierten ihre Bauprojekte vor und berichteten von ihren Erfahrungen. Dabei wurden im Laufe der Jahre nicht nur Fachwerkhäuser heraus geputzt, sondern auch neuere Häuser, etwa von 1960, hatten eine Chance, wenn ihre Umgestaltung ihr Umfeld aufwertet. Wichtig ist, dass die Bauarbeiten nicht vor der Bewilligung der Fördermittel beginnen.

Gerade die Projekte der Stadt waren immer wieder Anlass für heftige öffentliche Diskussionen, vor allem das Herzstück: der Marktplatz. Es gab viel Protest, als 13 große, gesund aussehende Bäume gefällt wurden. Derzeit laufen die Arbeiten für ein weiteres Kernstück: die Dammstraße. Die ehemalige Kreisstraße wird saniert und verkersberuhigt. Kurios: Auch da gab es Streit um die Bäume, genauer gesagt: darum, dass dort keine Bäume gepflanzt werden. Denn das wäre nicht denkmalgerecht, weil dort laut Experten niemals Bäume standen.

Pattensens Erster Stadtrat Axel Müller rechnet damit, dass die auf 10 Jahre angelegte Altstadtsanierung im Jahr 2019 oder 2010 auslaufen wird. Er möchte private Immobilienbesitzer ausdrücklich ermutigen, sich um Fördermittel zu bemühen. Im Rahmen der Sanierung der Dammstraße wird von der Stadt noch die Hahnenstraße erneuert. Geplant, für 2018, ist die Sanierung der Talstraße. Damit müssen sich aber erst noch der Sanierungsbeirat, der Ortsrat Pattensen und die Planer beschäftigen. 

Innerhalb des Rahmenplans wäre noch die Erneuerung und Umgestaltung der Steinstraße denkbar, ergänzt Müller. Vor der Entscheidung soll aber erst der Zustand der Straßenoberfläche, des Gehwegs und der Kanäle - die jeweils parallel zu den Straßen erneuert werden - geprüft werden. "Dann hätte es sich aber mit dem öffentlichen Einrichtungen im Sanierungsgebiet erledigt", sagt Müller.

Fragen zum Förderprogramm beantworten bei der Stadt Pattensen Mathias Greve, Telefon (05101) 1001250 oder E-Mail greve@pattensen.de. Bei der BauBeCon Sanierungsträger GmbH ist Ansprechpartner Erich Neßlage, Telefon (0421) 3290125 oder E-Mail  ENesslage@baubeconstadtsanierung.de.

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