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Windpark: Stadt lehnt Konzentrationszone ab

Schulenburg Windpark: Stadt lehnt Konzentrationszone ab

Der Ortsrat Schulenburg und die Stadt Pattensen lehnen eine Konzentrationszone für Windparks bei Adensen (Landkreis Hildesheim) ab. Das wird aus einer Stellungnahme deutlich, die im Ortsrat Schulenburg erarbeitet und von der Stadt übernommen wurde.

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Gegenwind: Eine Konzentrationszone für Windenergie bei Adensen lehnt die Stadt Pattensen ab.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen. Die Nachbargemeinde Nordstemmen (Landkreis Hildesheim) will ihren Flächennutzungsplan ändern. Unter anderem soll nördlich von Adensen eine sogenannte Potentialfäche oder Konzentrationszone für Windenergienutzung ausgewiesen werden. Im Rahmen der Energiewende werden Flächen für die Erzeugung alternativer Energien gesucht. Die Kommunen sind bestrebt, den Bau von Windparks in geordnete Bahnen zu lenken, indem sie Konzentrationszonen ausweisen.

Die Stadt Pattensen wurde als Nachbargemeinde aufgefordert, zu den Plänen der Nordstemmer offiziell Stellung zu nehmen. Normaler Weise ist das eine Angelegenheit, mit der sich der betroffene Ortsrat, der Bauausschuss, der Verwaltungsausschuss und der Rat der Stadt befassen. Um Fristen zu wahren, wurde die Stellungnahme ausschließlich vom Ortsrat Schulenburg erarbeitet und - auf einer Sondersitzung kurz vor Ostern - beschlossen. Die unter der Federführung von Christian Möller (CDU) formulierte und mit den anderen Fraktionen abgestimmte Stellungnahme wurde einstimmig beschlossen.

Die Ablehnung einer Konzentrationszone bei Adensen beruht vor allem auf dem Artenschutz. Dabei geht es speziell um das Vorkommen des Rotmilans, einem streng geschützen Greifvogel, sowie um den Schutz zahlreicher Gastvogelarten. Es heißt: "Die von der Gemeinde Nordstemmen ausgewiesene Potenzialfläche bei Adensen liegt im Nahbereich zweier Rotmilan-Lebensräume mit landesweiter Bedeutung." Dann werden in der Stellungnahme des Ortsrats einige Fehler in dem Antrag aus Nordstemmen aufgedeckt.

Unter anderem heißt es, dass ein von Nordstemmen vorgelegtes Gutachten nicht ausreichend ist, weil der Untersuchungszeitraum viel zu kurz sei - also kürzer als mindestens 12 Monate. Die Schulenburger kritisieren außerdem, dass sich die Norstemmer auf ein vom potentiellen Windpark-Investor vorgelegtes Gutachen beziehen. Die Schulenburger bezeichnen dieses Gutachten als "hinfällig und nicht zitierfähig".

Vom Ortsrat wird außerdem kritisiert, dass die Abstandregelungen zwischen der vorhandenen Bebbauung und den - bislang lediglich angedachten - Windenergieanlagen nicht ausreichen. Dabei wird auf die sogenannte "10H-Regelung" verwiesen. Die 10H-Regelung wurde in Bayern eingeführt und schreibt vor, dass der Mindestabstand zu Wohngebäuden die 10-fache Höhe der Windenergieanlagen betragen muss.  Auf Anregung von Ortsratsmitglied Klaus Iffland (UWG) wurde in die Stellungnahme der Wunsch nach dieser Abstandsregelung eingefügt, "um eine massive Ungleichbehandlung" zu verhindern..

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